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Geschichte Bayerns > Die Ausstellung
Die Ausstellung

Wussten Sie schon, dass Bayern das waldreichste Land der Bundesrepublik Deutschland ist und dass sich seine 12 Millionen Einwohner in mehr als 60 unterschiedlichen Dialekten unterhalten? Alles das und noch viel mehr erfährt man in der Ausstellung „Bayern-Bilder“.

„Bayern-Bilder“ ist eine internationale Wanderausstellung für diejenigen, die nicht viel über Bayern wissen, aber gerne mehr erfahren möchten genauso wie für diejenigen, die eigentlich schon alles wissen, aber den Überblick suchen. 40 großformatige hinterleuchtete Bild- und Texttafeln stellen Bayern vor. Eindrücke vom Leben in Bayern einst und heute, von seiner Geschichte, Kunst und Kultur, Wirtschaft und Verkehr, Handel und Gewerbe sowie Handwerk und Industrie stehen im Mittelpunkt. Immer ist es auch der Blick in die Geschichte und der Hinweis auf Traditionen, der sich mit der Darstellung der Gegenwart zu einem Gesamtbild verbindet. Zusätzlich zeigen zwei Videostationen die Vielfalt der bayerischen Landschaften und das Leben in Bayern.

Darüber hinaus können die Besucherinnen und Besucher anhand einer interaktiven Medien-Station mit mehr als 440 Persönlichkeiten, die in Bayern gewirkt haben oder dort geboren sind, Bekanntschaft schließen. In einem Kurzlebenslauf und einem Bild stellen wir weibliche und männliche Künstler, Forscher, Industrielle, Abenteurer und Wilderer, Staatsmänner, Könige, Schurken und Helden vor.

Im Kapitel zur bayerischen Geschichte und Politik wird Bayerns gegenwärtige Stellung in Europa und der Welt genauso zum Thema wie die Entstehung der bayerischen Verfassung, der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg oder die Besonderheiten des Kurfürstentums und Königreichs Bayern. Anhand des Wappens kann die Geschichte der einzelnen bayerischen Territorien kurz erläutert werden; die Vielfalt der Traditionen der Altbayern, Franken und Schwaben, aber auch der seit 1945 in Bayern lebenden Flüchtlinge und Vertriebenen wird hervorgehoben.

Bayern hat sich die Pflege der Kultur in seiner Verfassung zur Aufgabe gemacht. Die Liste der UNESCO zum Weltkulturerbe nennt drei bayerische Objekte: die Bamberger Altstadt, die Residenz in Würzburg und die Wieskirche. Aber auch eine reichhaltige Museumslandschaft mit mehr als 1100 Museen, eine Vielzahl von Klöstern, Schlössern und Residenzen zeugen von diesem kulturellen Erbe aus zwei Jahrtausenden.

Ganz wesentlich geprägt wurde Bayern von der römischen „Besatzung“, die für rund 500 Jahre das Leben bestimmte und große Teile des heutigen Bayern als Provinz Raetien zum Teil des römischen Weltreichs machte. Bis in die Gegenwart ist die Landwirtschaft ein Kennzeichen Bayerns, obwohl die Anzahl der Betriebe stetig zurückgeht. Doch war Bayern als Durchgangsland immer auch vom Handel und Verkehr bestimmt. Wichtige Kaufmannsfamilien und Bankhäuser wie die Fugger und die Welser, die sich besonders auch dem Fernhandel widmeten, hatten ihren Sitz in Nürnberg und Augsburg; früher selbstständige Reichsstädte, die seit fast 200 Jahren zu Bayern gehören.

Vom Gewerbefleiß und den Besonderheiten der einzelnen Regionen zeugen typische Erzeugnisse: die Spielzeugproduktion aus Franken, Glas und Porzellan aus Ostbayern, Schnitzarbeiten aus Oberammergau oder hochwertigste Gold- und Silberschmiedearbeiten aus den gewerblichen Zentren Augsburg und Nürnberg. Bis heute sind die Handwerksbetriebe der zweitgrößte Arbeitgeber in Bayern. Die Industrie ist heute der Leitsektor der bayerischen Wirtschaft. Besonders wichtig sind die Elektrobranchen, der Fahrzeug- und Maschinenbau sowie die Chemie- und Kunststoffindustrie. Gleichzeitig ist die bayerische Landeshauptstadt München das Weltzentrum der Versicherungswirtschaft und die zweitgrößte Verlagsstadt, gleich hinter dem Spitzenreiter New York.

Mit diesem vom Haus der Bayerischen Geschichte erarbeiteten Überblick zur bayerischen Geschichte, Kultur, Wirtschaft und den Menschen in Bayern, mit den Bildern von Bayern in der Ausstellung „Bayern-Bilder“, präsentiert sich der Freistaat Bayern seit 2001 im In- und Ausland.