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Obernzenn

(Lkr. Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, Regierungsbezirk Mittelfranken)linie

Jüdischer Friedhof Obernzenn	. Foto: Christoph Daxelmüller, 1981

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Lage: Südwestlich des Ortes an einem Hügel beim See.

Größe: 6030 qm, mehrmals erweitert; massive Sandsteinmauer rund um den Friedhof; zwei Eingänge.

Alter: Um 1613 angelegt (nach anderen Angaben erst im 18. Jahrhundert). Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts war der Friedhof einschließlich des Tahara-Hauses zu gleichen Teilen Eigentum der Israelitischen Kultusgemeinde Egenhausen und Bad Windsheim.

Einzugsbereich: (Bad) Windsheim (seit den 1870er Jahren), Egenhausen, Ickelheim, Kaubenheim, Lenkersheim und Unternzenn.

Beerdigungen: Ca. 200 teilweise sehr alte, im hinteren Teil neuere Grabsteine.

Besonderheiten: Das Tahara-Haus musste 1960 wegen Baufälligkeit abgerissen werden.

Schändungen: 1909 (umgeworfene und teilweise zerstörte Grabsteine); Zerstörungen während der NS-Zeit, die – soweit dies noch möglich war – nach 1945 wieder rückgängig gemacht wurden, nachdem der Friedhof der Obhut zuerst der IRSO (Jewish Restitution Successor Organisation) und dann 1955 des Landesverbundes übergeben worden war. Weitere Schändungen 1976 und 1979 (umgeworfene und mit Nazisymbolen beschmierte Grabsteine).

Literatur: Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens, S. 172-173; Trüger, Michael: Jüdische Friedhöfe in Bayern (9) [Obernzenn-Egenhausen, Treuchtlingen, Schopfloch, Buttenwiesen]. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern 10, Nr. 65 (März 1995), S. 18-20, hier S. 18; Werner, Constanze (Bearb.): KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten in Bayern. „Wenn das neue Geschlecht erkennt, was das alte verschuldet …", Regensburg 2011 [allgemein zum Thema sowie Dokumentation der in der Zuständigkeit der Bayerischen Schlösserverwaltung stehenden KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten]

> vollständig zitierte Buchtitel finden Sie hier