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Jüdische Friedhöfe > Detailansicht > Höchberg
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Höchberg
(Lkr. Würzburg, Regierungsbezirk Unterfranken)
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Jüdischer Friedhof Höchberg, Grabstein für Schimon (= Simon) Mohrenwitz, 16 Jahre, gestorben 9. September 1866 in Würzburg (lt. jüd. Standesreg.159; lt. Gabinschrift (nach Bamberger) am 20. September 1866) (Foto: Elisabeth Böhrer, Sondheim v.d.Rhön, 2008)
 
Jüdischer Friedhof von Höchberg © Cordula Kappner, Zeil a. Main Jüdischer Friedhof von Höchberg © Cordula Kappner, Zeil a. Main Jüdischer Friedhof von Höchberg © Cordula Kappner, Zeil a. Main Jüdischer Friedhof von Höchberg © Cordula Kappner, Zeil a. Main Jüdischer Friedhof von Höchberg © Cordula Kappner, Zeil a. Main
 
Jüdischer Friedhof von Höchberg © Cordula Kappner, Zeil a. Main Jüdischer Friedhof von Höchberg © Cordula Kappner, Zeil a. Main Jüdischer Friedhof von Höchberg © Cordula Kappner, Zeil a. Main Jüdischer Friedhof von Höchberg © Cordula Kappner, Zeil a. Main Jüdischer Friedhof von Höchberg © Cordula Kappner, Zeil a. Main
 
Jüdischer Friedhof von Höchberg © Cordula Kappner, Zeil a. Main
 
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Lage: Südlicher Ortsrand.
 
Größe: Ca. 2310 qm; Einfriedung durch eine Bruchsteinmauer.
 
Alter: 1821; ein Jahr zuvor hatte die Gemeinde das Grundstück erworben. Erweiterung 1875. Der älteste Grabstein stammt aus dem Jahr 1824. Zuvor hatte man die Verstorben auf dem Friedhof von Allersheim beigesetzt.
 
Einzugsbereich: Bis 1882/83 wurde der Friedhof von der Jüdischen Gemeinde Würzburg mitbenutzt.
 
Beerdigungen: Zwei Grabfelder; mehr als 300 Grabsteine, darunter viele alte, sind erhalten. Die erste Beisetzung erfolgte am 21. März 1824 (Sophie Rhein, geb. 1791). Höchberg war bevorzugter Begräbnisplatz Würzburger Rabbiner, Lehrer und orthodoxer Gemeindemitglieder. Hier liegen u.a. der Distriktsrabbiner Abraham Bing (1752-1841) und sein Nachfolger, der Würzburger „Rav“ Seligmann Bär Bamberger (1807-1878), der Gründer der ehemaligen Würzburger Israelitischen Lehrerbildungsanstalt (ILBA) begraben (rechts vom Friedhofseingang).
 
Besonderheiten: Die jüngsten Untersuchungen des Friedhofs lassen vermuten, dass bereits im 13. Jahrhundert in Höchberg eine Begräbnisstätte existierte. Denn ein Grabstein gehört nach Text und Schrift ins 13. Jahrhundert; das angegebene jüdische Datum 1. Marcheschwan [50]25 entspricht dem 23. Oktober 1264. Die Herkunft des Steines ist ungewiss; doch es war üblich, Grabsteine von aufgelassenen Friedhöfen zu neueren Anlagen zu bringen und dort entlang der Mauer aufzustellen. Die in Höchberg amtierende Chewra Kadischa gab sich den Namen Ch’K de Gemilat Chassadim (Heilige Gesellschaft der Wohltätigkeit). Neben der Chewra für Männer gab es auch eine für Frauen.
Schändungen: 1938 und 1994.
 

Literatur: Bamberger, Naftali Bar-Giora: Der jüdische Friedhof in Höchberg. Memor-Buch. Mit einem Beitrag von Hans-Peter Baum (Schriften des Stadtarchivs Würzburg, Heft 8). Würzburg 1991; Harburger 2, S. 296; Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens, S. 66; Sporck-Pfitzer, Jutta: Die ehemaligen jüdischen Gemeinden im Landkreis Würzburg, hrsg. vom Landkreis Würzburg. Würzburg 1988, S. 67; Trüger, Michael: Jüdische Friedhöfe in Bayern (5) [Höchberg, Reckendorf, Pappenheim, Rothenburg o.d.T.]. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern 9, Nr. 61 (März 1994), S. 19-20, hier S. 19; Werner, Constanze (Bearb.): KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten in Bayern. „Wenn das neue Geschlecht erkennt, was das alte verschuldet …", Regensburg 2011 [allgemein zum Thema sowie Dokumentation der in der Zuständigkeit der Bayerischen Schlösserverwaltung stehenden KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten]

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