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Bamberg
(kreisfreie Stadt, Regierungsbezirk Oberfranken)
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Taharahaus im jüdischen Friedhof Bamberg (Foto: Christoph Daxelmüller)
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Lage: Siechenstraße 102 direkt neben dem Städtischen Friedhof.
 
Größe: 7640 qm.
 
Alter: 19. Oktober 1851 mit der Beisetzung von Is. Kolb in Betrieb genommen. Die Rede zur Einweihung sprach Rabbiner Samson Wolf Rosenfeld.
 
Beerdigungen: Ingesamt befinden sich etwa 1100 Gräber auf dem Areal. In der linken Abteilung stößt man zumeist auf neue Gräber, an der rückwärtigen Mauer, die den jüdischen vom christlichen Friedhof abgrenzt, sind rechter Hand Gräber der Jahre 1936 bis 1946, linker Hand teilweise recht ärmliche Gräber der unmittelbaren Nachkriegszeit. In der vorderen Reihe am Eingang stehen besonders schöne Soldatengräber, dahinter ein Rabbinergrab. Rechts vom modernen Eingang erinnert ein Mahnmal an die Opfer des Holocaust.
 
Besonderheiten: Leichenhalle von 1890 an der Siechenstraße mit Wohnung des Friedhofwärters und mit Gedenktafel für die gefallenen jüdischen Soldaten des Ersten Weltkriegs. Die Leichenhalle wurde von 1993 bis 1997 renoviert.
 
Schändungen: Enteignung des Friedhofs 1943/44. Während des Nazi-Regimes wurde das Tahara-Haus an die Firma Bosch vermietet, die es als Metalllager verwendete.
 

Literatur: Dill 1992, S. 15-16; Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens, S. 197-198; Werner, Constanze (Bearb.): KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten in Bayern. „Wenn das neue Geschlecht erkennt, was das alte verschuldet …", Regensburg 2011 [allgemein zum Thema sowie Dokumentation der in der Zuständigkeit der Bayerischen Schlösserverwaltung stehenden KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten]

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