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Wirtschaftliche Krisen und politische Gewalt bedrohen in den frühen 1920er Jahren die Weimarer Republik. Zum Brennpunkt wird Bayern. Hier erringen die Nationalsozialisten erste Erfolge und scheitern im November 1923 mit einem Putschversuch. Die Bayernausstellung zeigt den Kampf um die Demokratie Anfang der 1920er Jahre und wie sich darin der 1913 nach Bayern übersiedelte Adolf Hitler von der Zuschauer-, in die Statisten-, und schließlich in die Hauptrolle drängt.

Politische Bühnen der 1920er Jahre

Im Zeitalter der Massenkundgebungen führen die Protagonisten den Kampf um die Demokratie mit theatralischen, bereits von den Zeitgenossen als geradezu bühnenhaft wahrgenommenen, Auftritten. Schriftsteller wie Lion Feuchtwanger oder die Journalistin Paula Schlier verarbeiten diese Ereignisse frühzeitig in ihren Werken und beschreiben das bayerisch-politische Milieu als Nährboden des Nationalsozialismus. Deshalb fasst die 450 Quadratmeter große Ausstellung die prägenden Ereignisse im Brennpunkt Bayern in fünf Bühnenbildern zusammen und beleuchtet die zentralen Protagonisten: Wer gefährdet die Demokratie? Wer verteidigt sie? Wer wird von der Bühne gedrängt? Wer agiert im Hintergrund?

Blick hinter die Kulissen

Der Blick hinter die Kulissen zeigt die Radikalisierung der politischen Auseinandersetzungen nach der Revolution 1918, deckt die unrühmliche Rolle bayerischer Staatsvertreter im Krisenjahr 1923 auf, öffnet den Vorhang in die bürgerlichen Salons, enthüllt die Vernetzung der Rechtsextremisten und offenbart, warum die Niederschlagung des Hitler-Putsches 1923 nur ein vorläufiger Sieg der Demokratie ist.

BAYERNAUSSTELLUNG

Wann: 8. Juli 2026 bis 7. August 2027

Wo: Haus der Bayerischen Geschichte, Donaumarkt 1, 93047 Regensburg

Internationale Kooperationsausstellung

Die Bayernausstellung „Brennpunkt Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie" wird in Kooperation mit dem Haus der Geschichte | Museum Niederösterreich präsentiert, das 2020 in einer Ausstellung die Jugendjahre Adolf Hitlers in den gesellschaftlich-politischen Kontext der Donaumonarchie Österreich-Ungarn um 1900 eingeordnet hat. An die Erzählung anknüpfend, zeigt das Haus der Bayerischen Geschichte nun die gesellschaftlich-politischen Ereignisse und Strömungen in Bayern sowie Adolf Hitlers politische Anfänge in den 1920er Jahren. Die Konzeption der internationalen Kooperationsausstellung wurde von einem hochrangig besetzten wissenschaftlichen Beirat begleitet.

Kooperationspartner