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Bildnis der Katharina Ebran [ zurück ]
 
Maler:   Hans Schöpfer der Ältere
Datiert:   zwischen 1556 und 1560
Bild:   Öl auf Holz, 44 x 33 - Inv.-Nr. 3560
 

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Inschrift oben rechts: KADERINA �BERANIN / IST HANNS DAVITEN / NVSDORFER VERH / EIRAT WORDEN

Hans Schöpfer d.Ä. stellt die blonde Hofdame Katharina Ebran in Halbfigur nach links gewandt vor einem graubraunen Hintergrund dar. Sie tr�gt ein dunkles Kleid, das lediglich durch die wei�en Krausen an Hals und Händen aufgehellt wird. Ihr Schmuck besteht aus einer zweifachen Goldkette mit einer Bildnismedaille, die den Kopf eines b�rtigen, barh�uptigen Mannes zeigt, sowie aus einem goldenen Ketteng�rtel. Als Kopfbedeckung dient ihr ein schmuckloses Barett über der Goldhaube. In ihrer rechten Hand hÖlt sie ein Stiefm�tterchen.
Katharina Ebrans Porträt gehört zu der Hofdamen-Serie, an der Hans Schöpfer d.Ä. über zwei Jahrzehnte im Auftrag der verwitweten Herzogin Maria Jacobaea von Bayern arbeitete. Für die Anlage dieser Bildnisserie waren neben repräsentativen Gründen sicherlich auch solche pers�nlicher Natur ausschlaggebend, bildeten die jungen Frauen aus dem nach der Herkunft der Auftraggeberin so genannten „badischen Frauenzimmer“ doch den engeren Umgang der Fürstin.
 
   
Literatur:   L�cher, Kurt: Hans Schöpfer der Ältere. Ein Münchner Maler des 16. Jahrhunderts, München 1995 (= Ars Bavarica Bd. 73/74), S. 80.
 
   
Person:   Katharina Ebran, vermählte Nußdorfer, Hofdame
Geburtsdatum und -ort unbekannt
Sterbedatum und -ort unbekannt

Tochter von Wolf (IV.) Ebran von Wildenberg und Ludmilla Paumgarten von Stubenberg; verheiratet mit Hans David von Nu�dorf.
Die Hofdame Katharina Ebran heiratete den salzburgischen Erblandmarschall Hans David Nu�dorf zu Br�nning und Neuenherbergen, mit dem sie drei Sühne und zwei T�chter hatte.
     
   
Maler:   Hans Schöpfer der Ältere
* um 1505 in München
† vor 3. Mai 1566 in München

Der Münchner Maler Hans Schöpfer d.Ä. bekam als Porträtist und Historienmaler seit ca. 1532 zahlreiche Aufträge vom herzoglichen Hof. Für die Herzoginwitwe Maria Jacobaea von Bayern malte er eine Serie von Hofdamenbildnissen, die von seinem Sohn Hans fortgesetzt wurde.