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Wartesaal - der Film zur Ausstellung mit Kabarett-Promis

 

Großes Kino aus Bayern zu den 1920er Jahren!

Christoph Süß hinterfragt umringt von bayerischen Kabarett-Promis und Schauspielern des Münchner Volkstheaters das Geschehen der 1920er-Jahre. Auf schmucklosen Sitzbänken oder im vornehmen Salon trifft er auf unterschiedlichste Personen der Zeit: Mit dabei: Luise Kinseher als Hitler-Gegnerin, Helmut Schleich als konservativer Beamter, Max Uthoff als Vertreter der feinen Gesellschaft, Christian Springer als Freund und Verfechter von Ruhe und Ordnung.

Hinter den Kulissen - das Making-of des Ausstellungsfilms:

 

Der etwa 20-minütige Film wurde für die Bayernausstellung 2020 „Tempo, Tempo – Bayern in den 1920er Jahren“ produziert und ist nun erneut während der Ausstellungslaufzeit auf großer Leinwand im Haus der Bayerischen Geschichte zu sehen.

 

Die Zeichen der Zeit

Nach Weltkriegsende, Revolution und der Ermordung Kurt Eisners weiß um 1919 niemand in München so recht, wie es weitergehen soll. Alle warten. Die Zeiten stehen auf Auf- und Umbruch. Die Demokratie steckt in den Kinderschuhen, politische Radikalisierung von linker und rechter Seite bringt große Unsicherheit. Wer ist Freund und wer ist Feind? Inflation, Armut und Krankheiten heizen die angespannte Stimmung auf und das Tempo zieht an. Bayern wird in dieser Zeit zum Brennpunkt. Überall technische Neuerungen, Rekorde, Entdeckungen, das Lebensgefühl der wilden 1920er mit neuer Musik und neuer Mode. Ausschweifend wird gefeiert. Doch mit der Wirtschaftskrise 1929 kommt ein neuer Einbruch – es entsteht ein Nährboden für den Aufstieg der NSDAP.

Hier geht es zum kompletten Film „Wartesaal - Bayern in den 1920er Jahren”.

 

Eine „Virtual Production“

Die Produktionsfirma jangled nerves ging für den Film neue Wege: So agierten die Schauspieler erstmals vor einer großen LED-Wand. Je nach Kamerastandort passen sich die wechselnden Hintergrundbilder der LEDs der jeweiligen Szene perspektivisch perfekt an. Somit sind die Aufnahmen inklusive der Spezialeffekte bereits beim Dreh vollständig im Kasten – ein virtueller „Schaukasten in die Vergangenheit“ und bewusster Teil der Inszenierung.