M a i
7. Mai bis 1. Oktober 2009, jeden
Donnerstag, 6.05 Uhr
Heimatspiegel
Erinnerungsstücke
Das Spielzeug-Karussell aus Gasmaskenfiltern oder die Plätzchenformen
aus leeren US-Konservenbüchsen - viele Exponate, die in der Landesausstellung
zu sehen sind, stammen von Würzburger Bürgern. Die Radioserie erzählt
die Geschichten zu diesen Erinnerungsstücken.
![]()
Freitag, 8. Mai 2009, 9.05 Uhr
radioWissen
"Made in Germany - Das Wirtschaftswunder und was daraus geworden ist".
Die Sendung erzählt, wie die Deutschen Abschied von der Zigarettenwährung
genommen haben und warum das Wirtschaftswunder im Grunde keines war.
![]()
Samstag, 9. Mai 2009, 8.05 Uhr
Bayerisches Feuilleton
Tradition, Transparenz und Demokratie. Sep Ruf - Meister der deutschen
Nachkriegsarchitektur
Sep Ruf hat wie kaum ein anderer deutscher Architekt nach 1945 Tradition
und Moderne zu einem harmonischen Ganzen verbunden. Er machte aus der
Ruine der Maxburg in München einen der besten Bauten der 50er Jahre,
entwarf in Nürnberg die Pavillons der Akademie der Künste und schuf
den legendären Kanzlerbungalow in Bonn.
![]()
Samstag, 9. Mai 2009, 11.05 Uhr
Bayernchronik. Live aus der Würzburger Residenz
Am ersten Tag der Landesausstellung sendet die Bayernchronik live aus
der Würzburger Residenz: In Gesprächen mit Zeitzeugen und in historischen
Originaltönen blicken die Moderatoren Ernest Lang und Eberhard Schellenberger
auf die Zeit des Wiederaufbaus zurück.
Sonntag, 10. Mai 2009, 13.30 Uhr
Bayern - Land und Leute
Zupacken wie ein Mann ... Der Mythos der Trümmerfrauen
Deutsche Frauen beseitigten den Schutt, den der Krieg der Männer hinterlassen
hatte.
Feministinnen wie rechtsnationale Internetseiten bedienen sich dieser
Legende. In Wirklichkeit gab es die „Trümmerfrauen“ nur in Berlin, anderswo
wurden zuallererst ehemalige NS-Parteigenossinnen zum Trümmerräumen
verdonnert.
![]()
Sonntag, 17. Mai 2009, 12.05 Uhr
Zeit für Bayern
Der Weltkriegskoffer des Würzburgers Willy Einwag
In einem Koffer versteckte der Kriegsgefangene Willy Einwag sorgfältig
aufgerolltes Toilettenpapier mit Tagebuchnotizen über Krieg und Gefangenschaft.
Auch andere Tagebücher, Feldpostbriefe und Erinnerungen, die Kriegsteilnehmer
oft nach vielen Jahren geschrieben haben, werden in der Sendung vorgestellt.
Sonntag, 17. Mai 2009, 13.30 Uhr
Bayern - Land und Leute
Kleine Stadt nach großem Krieg. Aschaffenburgs erstaunlicher Aufschwung
nach 1945
Männer und Frauen wurden dienstverpflichtet: Wer nicht Schutt wegschippte,
bekam keine Lebensmittelmarken. So waren bis zur Währungsreform 1948
in Aschaffenburg alle Kriegstrümmer beseitigt und das Wirtschaftswunder
konnte beginnen.
Montag, 18. Mai 2009, 9.05 Uhr
radioWissen
Zwischen Aufarbeitung und Verdrängung
In den 50er Jahren rollt die Wirtschaft an und das Land gerät in einen
Wohlstandsrausch. Doch neben den Sinnesfreuden beschäftigt die Deutschen
auch die juristische Vergangenheitsbewältigung. Im Dezember 1958 beginnen
in Ludwigsburg Staatsanwälte systematisch NS-Verbrechen aufzuklären
und die Täter zu ermitteln.
Dienstag, 19. Mai 2009, 9.05 Uhr
radioWissen
Die Literatur der 50er-Jahre
Von Ilse Aichinger über Uwe Johnson bis hin zu Ror Wolf: die Mitgliederliste
der Gruppe 47 liest sich wie ein „Who is Who“ der deutschen Nachkriegsliteratur.
Zweites Thema der Sendung: Ingeborg Bachmanns preisgekröntes Hörspiel
„Der gute Gott von Manhattan“
J u n i
Sonntag, 7. Juni 2009, 13.30 Uhr
Bayern - Land und Leute
Dichtertreffen im Kalten Krieg. Starnberger Gespräche 1951
Als das 1949 gegründete gesamtdeutsche PEN-Zentrum an der Realität des
Kalten Krieges zu zerbrechen drohte, trafen sich Schriftsteller aus
Ost und West 1951 in Starnberg zur Vereinbarung gemeinsamer Ziele. Ein
vergeblicher Versuch – schon im Herbst desselben Jahres spaltete sich
der deutsche PEN.
A u g u s t
Sonntag, 2. August, 2009 12.05 Uhr
Zeit für Bayern
Neues Geld – neues Leben? Die Währungsreform und der Aufbruch in die
50er Jahre
Nach den Jahren der NS-Diktatur und der Armut der unmittelbaren Nachkriegszeit
genießen die Menschen neue Freiheit und ein bisschen Wohlstand. Auch
wenn sich bei nur Wenigen recht schnell der Wohlstand breit machte,
herrschte Aufbruchstimmung.
Sonntag, 2. August 2009, 13.30 Uhr
Bayern - Land und Leute
Kabinenroller, Isetta, Goggomobil & Co. Mit 9 PS ins Wirtschaftswunder
Vom Volksmund bekamen sie einst so schöne Spitznamen wie Knutschkugel
oder Schneewittchensarg verpasst: Die Kleinstwagen, mit denen das gemeine
Volk dem Wirtschaftswunder entgegenbrauste.
Sonntag, 9. August 2009, 13.30 Uhr
Bayern - Land und Leute
Die ersten Lizenzierten. Schwingenstein, Goldschagg, Schöningh ...
Am 6. Oktober 1945 übergaben amerikanische Presseoffiziere die Lizenz
Nr. 1 an die Lizenzträger für die „Süddeutsche Zeitung“. Die Sendung
beleuchtet die Anfänge des Presseimperiums.
![]()
Samstag, 15. August 2009, 12.05 Uhr
Zeit für Bayern
„Wir mussten einfach zupacken!“ Frauen erinnern sich an die Nachkriegsjahre
Die Männer sind noch lang in der Gefangenschaft oder schwer kriegsversehrt
- körperlich wie geistig. Ob als Trümmerfrau oder in der Fabrik müssen
jetzt die Frauen ihren Mann stehen.
Samstag, 15. August 2009, 13.30 Uhr
Bayern - Land und Leute
„Tauben im Gras“. Wolfgang Koeppens Münchner Nachkriegsroman
1953 erschien Wolfgang Koeppens Roman „Tauben im Gras“: ein Großstadtroman,
der an einem einzigen Tag kurz nach der Währungsreform in einer bestimmten
Stadt spielt, die unschwer als München zu erkennen ist.
Sonntag, 16. August 2009, 13.30 Uhr
Bayern - Land und Leute
„Faustrecht“ in München. Gert Ledigs Roman über eine „gesellschaftslose
Zeit“
1957 war der nach Kriegsende in der Trümmerlandschaft Münchens spielende
Prosatext „Faustrecht“ erschienen. Von der zeitgenössischen Kritik vehement
abgelehnt, wurde der Text erst mehr als vier Jahrzehnte später gewürdigt.
Sonntag, 23. August 2009, 13.30 Uhr
Bayern - Land und Leute
Hans Döllgast. Architekt der Münchner Trümmerzeit
Mehrere Generationen von bayerischen Architekten haben bei Hans Döllgast
studiert. Sein Hauptwerk ist die „schöpferische Wiederherstellung“ der
Alten Pinakothek.
![]()
Sonntag, 30. August 2009, 12.05 Uhr
Zeit für Bayern
Nur Not gab es im Überfluss. Wie ein Schweizer Radioreporter München
in der Nachkriegszeit sah
Im Mai 1948 durchstreifte der Schweizer Radioreporter Friedrich Brawand
München und Bayern mit seinem Aufnahmegerät. Mehr als fünfzig Jahre
lang lagen die Aufnahmen unbeachtet in einem Schweizer Schallarchiv,
bevor der sensationelle Fund den Weg zurück nach Bayern fand.
Sonntag, 30. August 2009, 13.30 Uhr
Bayern - Land und Leute
Fritz Kortner und andere Remigranten an den Münchner Kammerspielen nach
1945
Die Sendung erinnert an große Theaterleute, ihren Neuanfang nach dem
Krieg und damit auch an ein Stück Münchner Theatergeschichte.
S e p t e m b e r
13. September 2009, 12.05 Uhr
Zeit für Bayern (Ausstrahlung nur in Südbayern)
Ohne sie wäre es ein anderes Land… Wie Heimatvertriebene Bayern geprägt
haben
Rund 2,4 Millionen Heimatvertriebene und Flüchtlinge hat Bayern in den
Nachkriegsjahren aufgenommen. Mit den oftmals gut ausgebildeten Menschen
begann die Entwicklung Bayerns vom Agrar- zum Industriestaat.
Mittwoch, 16. September 2009, 20.00
Uhr, „Bockshorn“ im Kulturspeicher Würzburg
Kabarett-Gastspiel: „radioSpitzen live vor Ort“
Auf der Bühne: Die bayerische Kabarettistin Luise Kinseher, der gebürtige
Würzburger Politkabarettist Mathias Tretter, der scharfzüngige Wortakrobat
Thomas Reis aus Frankfurt, sowie die Münchner Chanteuse Susanne Brantl,
die zusammen mit ihrem Pianisten Gerold Huber mit verschollenen Chansons
von Erich Kästner und Edmund Nick aufwartet.
Zu hören in den radioSpitzen auf Bayern 2: am Freitag, 16. Oktober 2009,
14.05 – 15.00 Uhr (Teil 1) und am Freitag, 20. November (Teil 2), Wiederholung
jeweils am darauffolgenden Samstag, 20.05 – 21.00 Uhr
![]()
Podcastsymbol: Diese Sendungen können Sie kostenlos nachhören und herunterladen
unter
www.bayern2.de/landesausstellung