Verfassungskonvent: 7.0 Vom „Provisorium" zur Einheit
7.0 Vom „Provisorium" zur Einheit
Seit ihrer Gründung gingen die beiden deutschen Staaten zwar getrennte, aber doch parallele Wege.

Wo Deutschland lag

Wo Deutschland lag, liegen zwei Länder,
Zwei Länder liegen dort,
Und es trennt sie mehr als eine Grenze.
Die gleiche Sprache sprechen sie,
die gleiche,
Aber sie können sich nicht verstehen, weil
Sie eine andere Sprache sprechen,
eine andere,
Denn sie sind zwei Länder, zwei Länder
sind sie, und liegen, wo Deutschland lag.
G. Kunert

Mitte der 50er Jahre erlangten sie die Souveränität. Zugleich integrierten sie sich stärker in die jeweiligen Bündnis- und Wirtschaftssysteme, so daß sich die Teilung Deutschlands zunehmend vertiefte. Mit dem Bau der Mauer erreichte der Prozeß der Trennung am 13. August 1961 seinen unübersehbaren Höhepunkt. Erst 1966 begann wieder ein Dialog, der durch die neue Ostpolitik der sozialliberalen Koalition schließlich zum Grundlagenvertrag von 1972 führte.



Nach dem Zerbrechen des Ostblocks und den einschneidenden Veränderungen in der DDR stand 1989 die deutsche Frage plötzlich wieder auf der Tagesordnung. Der Einigung mit den Alliierten in den 2+4-Verhandlungen und den ersten freien Wahlen in der DDR im März 1990 folgte im Oktober 1990 die Vereinigung der beiden deutschen Staaten.

In der DDR wurden als eine der ersten Maßnahmen auf dem Weg in die Freiheit die fünf alten Länder wiederhergestellt, um damit auch die für kommunistische Staaten typische Struktur des „demokratischen Zentralismus" aufzulösen.

Wie 1945 schlug auch 1990 die Stunde des Föderalismus, der mit seiner antitotalitären Ausrichtung und seiner Nähe zu den Bürgerinteressen beide Male die Bewährungsprobe überzeugend bestanden hat.


Vereinigung - Zum Vergrößern bitte anklicken (40 KB)
10. November 1989, der Tag nach der Öffnung der Mauer.

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