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DER WIDERSTAND BEI DER BEARBEITUNG IST EINES DER ZUVERLÄSSIGSTEN ELEMENTE DER SCHÖNHEIT.
(Fernand Pouillon: Singende Steine. Die Aufzeichnungen des Wilhelm Balz, Baumeister des Zisterzienserklosters Le Thoronet)

Steinreich – Eine Bayernausstellung zwischen Donau und Böhmerwald. Steinreich, das bedeutete für unsere Vorfahren Fluch und Segen zugleich: Auf der einen Seite lagen die Steine im Weg und mussten mühsam beseitigt werden, um den Boden landwirtschaftlich nutzen zu können. Auf der anderen Seite konnte man aus Stein dauerhafte und wertvolle Dinge fertigen.
Der herausragende Werkstein im Bayerischen Wald und im Böhmerwald ist der Granit. Über Jahrhunderte haben sich zunftgebundene Steinmetzen, angelernte Steinhauer und Laien an ihm abgearbeitet. Die Namen dieser Handwerker und Künstler sind nicht überliefert, ihre Erzeugnisse aber haben die Zeiten überdauert. Bei genauerem Hinsehen kann man nur staunen: Zwei Hände und einige wenige handliche Werkzeuge genügten, um dem widerspenstigen Granit, diesem kalten Blut der Erde, herausragende Werke abzutrotzen.

Das Projekt SteinReich will der bislang wenig belichteten steinernen Kulturgeschichte der Dreiländerregion ihren verdienten Platz einräumen. Ausstellungen im Granitzentrum Bayerischer Wald in Hauzenberg, im Freilichtmuseum Finsterau und im Domschatz- und Diözesanmuseum Passau sowie ein „Aufschluss“ granitener Zeugen in situ bringen den Stein ins Rollen.

Das Dreiländer-Kulturprojekt entsteht in Kooperation mit dem Haus der Bayerischen Geschichte, das damit seine neue Ausstellungsserie „Bayern-Ausstellung“ begründet, die sich zur Aufgabe macht, ambitionierte Ausstellungsprojekte in den Regionen Bayerns zu unterstützen und auf den Weg zu bringen.