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Bildnis des Markgrafen Kasimir von Brandenburg-Kulmbach [ zurück ]
 
Maler:   Lucas Cranach der Ältere
Datiert:   1522 oder später
Bild:   Öl auf Holz, 62 x 39,7 - Inv.-Nr. 3210 (Gm 215)
 

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Inschrift oben: CASIMIRVS MARCHRONES BRANDENBURG(ENSIS) (Markgraf Kasimir von Brandenburg)

Markgraf Kasimir von Brandenburg-Kulmbach erscheint vor dunklem Grund in Halbfigur nach rechts. Haar und Bart sind r�tlich blond. Zu der schwarzen Schaube mit Pelzkragen und dem hochgeschlosssenen schwarzen Wams tr�gt er eine Haarhaube. Seine Brustpartie schm�ckt die Kollane des Schwanenritterordens, dessen Mitglied der Hohenzollernfürst war. Seine Hände hat der Markgraf fromm gefaltet.
Die Ordenskette, die Haltung der Hände und die Inschrift verleihen dem Bildnis einen offiziellen Charakter. Als Original Lucas Cranachs d.Ä. gilt das 1522 datierte Exemplar, das den Markgrafen ohne die Kette des Schwanenordens zeigt (Wien, Kunsthistorisches Museum). Bei dem vorliegenden Gemälde handelt es sich wie bei einem weiteren, im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen befindlichen Exemplar (Inv.-Nr. 3574) wohl um eine Werkstattarbeit. Die beiden Bildnisse d�rften mit den im Ficklerschen Inventar der herzoglich bayerischen Kunstkammer von 1598 genannten Porträts des Markgrafen identisch sein. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen besitzen noch ein weiteres, jugendlicheres Bildnis des Markgrafen von der Hand Hans S��’ von Kulmbach (Inv.-Nr. 9482).
 
   
Literatur:   Fried.Ä.der, Max J./Rosenberg, Jakob: Die Gemälde von Lucas Cranach, Basel/Boston/Stuttgart 1979, S. 101, Kat.-Nr. 152.
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg (Hg.): Die Gemälde des 16. Jahrhunderts, bearb. von Kurt L�cher unter Mitarbeit von Carola Gries, Stuttgart 1997, S. 132f.
 
   
Person:   Kasimir, Markgraf von Brandenburg-Ansbach und -Kulmbach
* 27. 9. 1481 in Ansbach
† 21. 9. 1527 bei Ofen, Grabstätte im Kloster Heilsbronn

Sohn von Markgraf Friedrich V. von Brandenburg-Ansbach und Sophie, der Tochter von König Kasimir IV. von Polen; seit 1518 verheiratet mit Susanne von Bayern, der Tochter Herzog Albrechts IV.

Kasimir, aus dem Haus der Hohenzollern, stellte sich mehrfach als Heerf�hrer und als diplomatischer Vermittler in den Dienst der Habsburger. 1507 entmachtete er seinen eigenen Vater und setzte diesen 13 Jahre lang gefangen. Sein grausames Vorgehen gegen die Aufständischen im Bauernkrieg brachte ihm den Beinamen „Bluthund" ein.
     
   
Maler:   Lucas Cranach der Ältere
* 1472 in Kronach
† 16. Oktober 1553 in Weimar

Der Maler, Kupferstecher und Zeichner für den Holzschnitt Lucas Cranach d.Ä. baute als kursächsischer Hofmaler seit 1505 einen großen Werkstattbetrieb in Wittenberg auf, mit Hilfe dessen er umfangreiche Aufträge abwickelte. Er prägte die Kunst der Reformation wesentlich. Er war auch äußerst erfolgreich im Grundstücks- und Immobiliengeschäft tätig und spielte als Ratsherr und mehrfacher Bürgermeister eine wichtige Rolle im kommunalen Leben von Wittenberg.