© Stadtarchiv Nürnberg C21_VII.139
Schirmer, Hermann
Geboren: Stockheim b.Kronach, 02.12.1897
Gestorben: Berlin (Ost), 12.02.1981
ABeruf(e)/Ämter: Parteisekretär
Wohnort(e): Nürnberg
Konfession: konfessionslos
Parteizugehörigkeit: Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)

Mitgliedschaft im
Bayer. Parlament:
Verfassunggebende Landesversammlung: 1946
Informationen zu den Landtagen bzw. Legislaturperioden:
Verfassunggebende Landesversammlung von 1946:
Wahlkreis:
  • Oberfranken/Mittelfranken
Ausschüsse:
  • Verfassungsausschuss: Mitglied
Weitere Funktionen:
  • KPD: Fraktionsvorsitzender

Biogramm:
  • Sohn eines Glasarbeiters
  • Ausbildung zum Glasarbeiter, später zum Metallarbeiter in Nürnberg
  • Ab 1910 Arbeiter in einer Glasfabrik in Stockheim
  • Vor 1914 Übersiedlung nach Nürnberg und Arbeit u.a. bei MAN
  • 1916-1919 Mitglied der SPD
  • Ab 1916 Gewerkschaftsmitglied
  • 1917-1918 Soldat im Ersten Weltkrieg (an der Ostfront)
  • 1919 Mitglied des Soldatenrats
  • 1919-1924 Mitglied der USPD
  • Ab 1924 Mitglied der KPD
  • 1925-1927 erwerbslos
  • Ab 1927 Mitglied der KPD-Bezirksleitung Nordbayern
  • 1929-1933 Organisationsleiter der Bezirksleitung der KPD Nordbayern
  • 1929-1933 Stadtrat in Nürnberg (KPD)
  • 29.05.1933-Mai 1935 in Schutzhaft
  • Mai 1935 Verurteilung zu 2 Jahren Gefängnis; zuletzt im KZ Dachau interniert
  • November 1936 Entlassung aus dem KZ Dachau
  • Anschließend Tätigkeit als Dreher
  • September 1939 und Juli 1944 erneute Verhaftungen
  • 1945 aktiv beim Wiederaufbau der Gewerkschaften und der KPD in Nürnberg und Nordbayern beteiligt
  • 1945-1956 Stadtrat in Nürnberg (KPD)
  • Ab November 1945 1. Sekretär der KPD Nordbayern
  • 30.06.1946-26.10.1946 Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung (KPD), dort Vorsitzender der KPD-Fraktion und Mitglied des Verfassungsausschusses
  • August 1948 1. Landesvorsitzender der KPD in Bayern
  • Ab 1951 Mitglied des KPD-Parteivorstands
  • 1954-17.08.1956 Sekretär im Parteivorstand der KPD, zuständig für Parteifragen
  • 17.08.1956 nach Verbot der KPD Verlust des Stadtratsmandats
  • Ab August 1956 illegal für die KPD tätig, Herausgeber der Zeitung "Tribüne"
  • 1962 Strafverfahren vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth wegen fortgesetzter illegaler Tätigkeit für die KPD
  • 26.11.1963 Freispruch
  • 19.08.1964 Aufhebung des Urteils durch den Bundesgerichtshof (BGH) nach Antrag der Staatsanwaltschaft auf Revision
  • Mitte der 1960er Jahre Neuverhandlung vor dem Landgericht Bamberg
  • 03.08.1968 Einstellung des Verfahrens wegen Nichtverhandlungsfähigkeit der Angeklagten
  • September 1968 Mitbegründer der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) in Nordbayern
  • 1975 Verleihung des Karl-Marx-Ordens durch die Deutsche Demokratische Republik (DDR)
GND: 136975844
Literatur/Quellen:
  • Körner, Hans-Michael (Hg.): Große Bayerische Biographische Enzyklopädie, München 2005, Bd. 3, S. 1727.
  • Schmidt, Eduard: Staatsgründung und Verfassungsgebung in Bayern. Die Entstehung der Bayerischen Verfassung vom 8. Dezember 1946, München 1997, Bd. 2, S. 145.
  • Schumacher, Martin (Hg.): M.d.B. Volksvertretung im Wiederaufbau 1946-1961. Bundestagskandidaten und Mitglieder der westzonalen Vorparlamente. Eine biographische Dokumentaion, Düsseldorf 2000, S. 364.
  • Weber, Hermann / Herbst, Andreas: Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch. 1918 bis 1945, Berlin 2004, S. 662.
  • Werner, Emil: Im Dienst der Demokratie. Die bayerische Sozialdemokratie nach der
  • Wiedergründung 1945, München 1982, S. 66.

 
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