© Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Senat Bildarchiv 123
Kolmsperger, Max
Geboren: Griesbeckerzell, Lkr. Aichach-Friedberg/Schw., 01.09.1890
Gestorben: Schwarzach b.Hofgastein (Österreich), 08.04.1966
Beruf(e)/Ämter: Redakteur
Journalist
Wohnort(e): München
Konfession: katholisch
Gruppe: Freie Berufe

Mitgliedschaft im
Bayer. Parlament:
Senat: 01.01.1956-08.04.1966
Informationen zu den Landtagen bzw. Legislaturperioden:
Der Bayerische Senat (1947-1999) 
Der Bayerische Senat (1947-1999):
Ausschüsse:
  • Rechts- und Verfassungsausschuss (Senat) (1956) Mitglied 1956/1966
  • Wahlprüfungsausschuss (Senat) (1964) Mitglied 1964/1965
  • Sonderausschuss Wohnungsbau (Senat) (31.12.1964) Mitglied 1964/1965
  • Wirtschaftsausschuss (Senat) (1966) Mitglied 1966/1966

Biogramm:
  • Volks- und Mittelschule
  • Studium der Nationalökonomie und Literaturgeschichte, seit der Kindheit intensive musikalische Ausbildung (bei Max Reger)
  • Seit etwa 1910 publizistisch tätig, zunächst v.a. feuilletonistisch, auch als Musik- und Theaterkritiker
  • 04.1914 Kontakte zur Anarchistengruppe Erich Mühsams, Publikation Artikel anarchistischen Inhalts in der Frankfurter Zeitung, Nr. 339 und 355
  • Abbruch der Studien mit Kriegsbeginn 1914
  • 1914-1918 Soldat im Ersten Weltkrieg
  • 1919 in der Münchner Räterepublik Mitarbeiter in der Presseabteilung des Pferdereferats beim Vorsitzenden des Bauernrats Karl Gandorfer
  • 17.06.1919 wegen politischer Umtriebe vorläufig festgenommen, Vorwurf: Vorbereitung zum Hochverrat (Begründung: Verfassung der von Gandorfer unterzeichneten Propagandaflugblätter der Räteregierung, Mitglied der Verhaftungskommission der Räteregierung im Wittelsbacher Palais, München, nach der Ermordung Eisners Teilnahme an der Bewachung der Geiseln im Bayerischen Hof), Einstellung des Verfahrens
  • Anschließend Ausbildung zum Redakteur, erste Stelle bei der "Allgemeinen Zeitung"
  • 1929-1933 (Entlassung) Chefredakteur der "Welt am Sonntag" (München)
  • Ab 1934 Schriftleiter beim Landesverband der Bayerischen Presse im Reichsverband der deutschen Presse
  • 1935 vorübergehend aus dem Reichsverband ausgeschlossen
  • Mehrere Jahre als Schriftleiter im NSKOV
  • Anschließend als Schriftsteller tätig
  • 1945-1946 ehrenamtlicher Betreuer ehemaliger KZ-Häftlinge in Moosburg
  • 26.02.1946-13.06.1946 Mitglied des Beratenden Landesausschusses (Vorparlament)
  • Ab Ende 1946 wieder journalistisch tätig: Zunächst als (Chef-)Redakteur des "Münchner Mittag", 1948-1951 Chefredakteur der "Bayerischen Landeszeitung"
  • Ab 1951 Herausgeber des Informationsdiensts "Aus erster Hand"
  • 1951-1966 stellv. Vorsitzender des Verbands der Berufsjournalisten in Bayern
  • 1. Vorsitzender des Unterstützungsvereins der Berufsjournalisten
  • stellv. Vorsitzender des Beirats der Akademie für Politische Bildung
GND: 116330198
Literatur/Quellen:
  • Taschner, Waltraud, Im Nahkampf san mir Bayern greisli - Motto eines humorigen Poltergeistes. Historische Persönlichkeiten im Bayerischen Senat: Max Kolmsperger, in: Maximilianeum 8 (1996) S. 48
  • Nachrufe: Sten.Ber. Nr. 7/27.4.1966 S. 173f.
  • Lebenslauf in: Festschrift anläßl. des 25jährigen Bestehens der Grundschule an der Max-Kolmsperger-Straße München-Neuperlach, München [1996]

Druckversion