© http://www.richard-scheringer.de/
Scheringer, Richard
Geboren: Aachen, 13.09.1904
Gestorben: Hamburg, 09.05.1986
Beruf(e)/Ämter: Berufsoffizier
Landwirt
Konfession: keine Angabe
Parteizugehörigkeit: KPD
DKP (ab 1968)

Mitgliedschaft im
Bayer. Parlament:
Verfassunggebende Landesversammlung: 1946
Informationen zu den Landtagen bzw. Legislaturperioden:
Verfassunggebende Landesversammlung von 1946 
Verfassunggebende Landesversammlung von 1946:
Wahlkreis:
  • Oberbayern

Biogramm:
  • Gymnasium in Koblenz und Berlin-Zehlendorf
  • 1923 gegen Separatisten und die französische Besatzungsmacht aktiv
  • Wegen Agitation gegen die Rheinlandbesetzung von einem französischen Kriegsgericht in Abwesenheit zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt
  • Flucht nach Berlin, hier in rechtsradikalen Kreisen tätig
  • 1923 Teilnahme am Küstriner Aufstand der "Schwarzen Reichswehr"
  • 1924 Abitur in Berlin
  • 01.04.1924 Offiziersanwärter bei der Reichswehr in Ulm, dort 1928 Beförderung zum Leutnant
  • 19.03.1930 wegen nationalsozialistischer Umtriebe im Offizierskorps verhaftet
  • 23.09.1930-04.10.1930 im "Ulmer Reichswehrprozess" wegen illegaler Zellenbildung innerhalb der Reichswehr zu 18 Monaten Festungshaft verurteilt und aus der Reichswehr ausgeschlossen
  • Okt. 1930 - Sommer 1931 Festungshaft in Gollnow
  • Unter Einfluss von kommunistischen Mithäftlingen Abwendung vom Nationalsozialismus und Bekennung zu den Zielen der KPD (Erklärung gegen Adolf Hitler vom 18.03.1931)
  • 1932 vom Reichsgericht erneut - nun aufgrund seiner KPD-Tätigkeit - zu zweieinhalb Jahren Festungshaft verurteilt
  • 1933 vom Reichspräsidenten begnadigt und vorzeitig aus der Haft entlassen
  • 1934 Übernahme des Dürrnhofs bei Kösching/Lkr. Eichstätt
  • 1934 während des so genannten "Röhm-Putsches" kurzzeitig in Haft
  • 1939-1945 Offizier im Zweiten Weltkrieg
  • Anfang September 1945 schwerkrank aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft in Frankreich entlassen
  • November 1945 Eintritt in KPD
  • 1945-1956 Mitglied der KPD-Landesleitung Bayern
  • 1956 vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe zu zwei Jahren Gefängnis wegen Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens verurteilt (wegen Krankheit allerdings kein Haftantritt)
  • 1967 Mitbegründer des Initiativausschusses für die Wiederzulassung der KPD
  • 1968 Vorstandsmitglied der DKP
  • 1974 Karl-Marx-Orden der DDR
GND: 118607251
Literatur/Quellen:
  • Weber, Hermann/Herbst, Andreas, Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945, Berlin 2004, S. 657

Druckversion