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Ficker, Ludwig
Geboren: München, 14.10.1904
Gestorben: München, 10.12.1947
Beruf(e)/Ämter: Staatssekretär
Arbeiter
Wohnort(e): Reichenhall
München
Konfession: keine Angabe
Parteizugehörigkeit: Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)

Mitgliedschaft im
Bayer. Parlament:
Verfassunggebende Landesversammlung: 1946
Informationen zu den Landtagen bzw. Legislaturperioden:
Verfassunggebende Landesversammlung von 1946 
Verfassunggebende Landesversammlung von 1946:
Wahlkreis:
  • Oberbayern
Mandatsunabhängige Funktionen:
Kabinetts-
zugehörigkeit:
  • 22.10.1945-21.12.1946 Staatssekretär im Staatsministerium des Innern

Biogramm:
  • 1919-1928 ungelernter Arbeiter in Reichenhall
  • Anschließend Straßenbahnarbeiter in München
  • Ab 1919 Mitglied der Gewerkschaft
  • Ab 1929 Mitglied der KPD
  • 1933 als Schienenleger in München wegen seiner Parteizugehörigkeit entlassen
  • Anschließend illegal für die KPD tätig
  • Während einer Versammlung festgenommen, jedoch nach kurzer Zeit wieder freigelassen
  • Frühjahr 1934 Emigration in die Schweiz, Aufenthalte in Frankreich, der Sowjetunion und der Tschechoslowakei, mehrmalige illegale Grenzübertritte nach Deutschland
  • 1942 in Basel festgenommen und interniert
  • 1944 Flucht, Rückkehr nach Deutschland, illegaler Aufenthalt und Organisation von Widerstandszellen
  • 1945 führend am Wiederaufbau der KPD in Bayern beteiligt
  • 1945 Mitglied der Münchner Aktionsgemeinschaft SPD-KPD
  • 1945-1946 Staatssekretär im bayerischen Staatsministerium des Innern
  • 1946 Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung
  • 1947 Mitglied des Wirtschaftsrats des Vereinigten Wirtschaftsgebiets (als Schriftführer Präsidiumsmitglied)
  • 1947 Vorsitzender der KPD in Bayern
  • 1947 vergiftet in seiner Garage aufgefunden
GND: 133471829
Literatur/Quellen:
  • Fait, Barbara/Mintzel, Alf (Hg.), Die CSU 1945-1948. Protokolle und Materialien zur Frühgeschichte der Christlich-Sozialen Union, Bd. 3: Materialien, Biographien, Register, München 1993, S. 1863
  • Weber, Hermann/Herbst, Andreas, Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945, Berlin 2004, S. 201

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