© Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg
Kahr, Gustav Ritter von
Geboren: Weißenburg i.Bay., 29.11.1862
Gestorben: in der Nähe von Dachau, 30.06.1934 (ermordet)
Beruf(e)/Ämter: Ministerpräsident
Jurist
Konfession: evangelisch
Parteizugehörigkeit: Bayerische Volkspartei (BVP)

  
Mandatsunabhängige Funktionen:
Kabinetts-
zugehörigkeit:
  • 16.03.1920-11.09.1921 Ministerpräsident, Staatsminister des Äußern und Staatsminister des Innern
  • 25.09.1923-18.02.1924 Generalstaatskommissar

Biogramm:
  • Jurastudium
  • Ab 1902 im bayerischen Innenministerium tätig
  • 1911 mit dem Personaladel ausgezeichnet
  • 1917 Regierungspräsident von Oberbayern
  • 1920 während des "Kapp-Putschs" zum bayerischen Ministerpräsidenten ernannt
  • 1921 Rücktritt vom Amt des Ministerpräsidenten
  • 25.09.1923 Ernennung zum Generalstaatskommissar
  • Versuch, Übergreifen der politischen Flügelkämpfe zwischen linken und rechten Gruppierungen im Reich auf Bayern zu verhindern
  • Verbot linksgerichteter Organisationen und Zeitungen
  • 26.09.1923 Verhängung des Ausnahmezustands in Bayern und Übernahme der exekutiven Gewalt (Protest gegen die von der Reichsregierung verkündete Beendigung des passiven Widerstands gegen die Ruhrbesetzung)
  • 19.10.1923 widersetzt sich dem Befehl von Reichswehrminister Otto Geßler, den "Völkischen Beobachter" wegen Beleidigung der Reichsregierung zu verbieten
  • Unterstellt die in Bayern stationierten Einheiten der Reichswehr seiner Befehlsgewalt
  • 09.11.1923 Niederschlagung des "Hitler-Putsches" auf Anordnung Kahrs durch bayerische Landespolizei und Reichswehr
  • 15.02.1924 Niederlegung des Amts des Generalstaatskommissars
  • Bis 1927 Präsident des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs
  • 30.06.1934 im Zuge des so genannten "Röhm-Putschs" von den Nationalsozialisten ermordet
GND: 119446901
Literatur/Quellen:
  • Bosls Bayerische Biographie, S. 401
  • http: //www.dhm.de/lemo/html/biografien/KahrGustav/

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