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Sauber, Fritz
Geboren: Friedrichsgmünd, Bezirksamt Schwabach, 20.08.1884
Gestorben: Frankfurt a.Main, 24.04.1949
Beruf(e)/Ämter: Geschäftsführer
Wohnort(e): München
Konfession: evangelisch, später konfessionslos
Parteizugehörigkeit: Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD)
Vereinigte Kommunistische Partei Deutschlands (VKPD) (ab 16.12.1920)
Gruppe: Landessoldatenrat/Standort München (Prov.NR)

Mitgliedschaft im
Bayer. Parlament:
Provisorischer Nationalrat: 1918-1919
Landtag: 1920-31.01.1924
Informationen zu den Landtagen bzw. Legislaturperioden:
Provisorischer Nationalrat 1918-1919  Der Landtag 1920-1924 (2. Wahlperiode) 
Der Landtag 1920-1924 (2. Wahlperiode):
Stimmkreis:
  • Stkr.München IX und X/Obb
Mandatsunabhängige Funktionen:
Sonstige Funktionen:
  • ab 03.01.1919 Nationalgerichtshof: Mitglied

Biogramm:
  • Gastwirtsgehilfe, Kellner
  • Ab 1907 Gewerkschaftsmitglied
  • Apr. 1911-1933 Geschäftsführer des Gastwirtsgehilfenverbands, später des Verbands der Nahrungsmittel- und Getränkearbeiter in Nürnberg, München und Frankfurt a.Main
  • 1917 Mitglied der USPD
  • Bis Dez. 1918 1. Vorsitzender des Münchener Soldatenrats
  • 1. Vorsitzender des Vollzugsausschusses des Landessoldatenrats Bayern
  • Vorsitzender des Aktionsausschusses des provisorischen Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrats
  • 1918-1919 Mitglied des provisorischen Nationalrats (als Vertreter des Landessoldatenrats, Standort München)
  • Dez. 1918 Delegierter zum 1. Reichsrätekongress in Berlin
  • 21.02.1919-07.03.1919 Mitglied des Zentralrats als Vertreter der Soldatenräte
  • Mitglied des Aktionsausschusses des Rätekongresses als Vertreter des Landessoldatenrats
  • Aufgrund seines aktiven Eintretens für die Räterepublik zu zwölf Jahren Festungshaft verurteilt, bis zur Amnestierung 1925 Haft in Niederschönfeld
  • 1920 Trotz Haft Wahl in den Bayerischen Landtag auf der Liste der USPD, später Übertritt zur VKPD
  • Ab 1925 als Gewerkschaftssekretär in Frankfurt a.Main
  • 1933 ins Saargebiet emigriert, im Juli 1935 nach Frankreich
  • 1941 von den Franzosen im besetzten Gebiet verhaftet und an die Gestapo überstellt, zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt
  • 1945 Schwer krank aus dem KZ Dachau befreit
  • Nach 1945 Aufbau der KPD in Fürth, anschließend für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes in Frankfurt a.Main tätig
  • 1949 an den Haftfolgen verstorben
GND: 132991535
Literatur/Quellen:
  • Köglmeier, Georg: Die zentralen Rätegremien in Bayern 1918/19. Legitimation - Organisation - Funktion, München 2001 (= Schriftenreihe zur Bayerischen Landesgeschichte, 135), Nr. 291.
  • Roß, Sabine (Bearb.): Biographisches Handbuch der Reichsrätekongresse 1918/19, Düsseldorf 2000 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, 11), Nr. 2730.
  • Schröder, Wilhelm Heinz: Sozialdemokratische Parlamentarier in den deutschen Reichs- und Landtagen 1867-1933. Biographien, Chronik, Wahldokumentation. Ein Handbuch, Düsseldorf 1995 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 7), S. 694 (Nr. 190175).
  • http://zhsf.gesis.org/biosop_db/biosop_db.php (04.07.2017).

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