In Mainfranken existieren zahlreiche Darstellungen des Flussgottes Moenus, die zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert entstanden sind. Der Würzburger Auverabrunnen zeigt den Moenus (links) mit langem Bart, leichtem Gewand, Wassergefäß und mit Pflanzenkranz.
Auverabrunnen im Park der Stiftung Juliusspital, 1706
Jacob van der Auvera (1672-1766)
Foto: Martina Schneider / Stiftung Juliusspital
Der Flussgott Moenus
Ein Wahrzeichen Mainfrankens?
Mit Weinreben, Fischen und Ruder versehen, verkörpert der Flussgott Moenus den Main. In Bamberg, Würzburg und an der Fassade der Ausstellungshalle in Schweinfurt befindet sich eine Abbildung des Flussgottes.

Bereits in der Antike wurden Flüsse in Gestalt eines Gottes veranschaulicht. Ein langer Bart, ein leichtes Gewand und Wassergefäße prägen sein Erscheinungsbild. Diese Darstellungsweise wurde in Rom, Versailles und im 18. Jahrhundert schließlich in Mainfranken aufgegriffen. So stand der Flussgott Moenus auf Landkarten stellvertretend für den fränkischen Main. Auch in Gemälden, Reliefs und an Brunnen tauchte er als Figur auf. Dieser Trend hat sich bis in die heutige Zeit fortgesetzt.

Doch: ob Wahrzeichen Mainfrankens oder Trendfigur europäischer Kunst – der genaue Hintergrund bleibt geheimnisvoll.