1940 ersetzte der „Neue Hafen“ am Stadtrand von Würzburg den bisherigen Alten Hafen. Von der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg blieben die Hafenanlagen weitestgehend verschont und ab den 1950er Jahren wurden wieder Rekordumsätze an Gütern verbucht.
Neuer Hafen, 1950
Foto: Historisches Archiv der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH
Vom Kohle- zum Kulturspeicher
Die Würzburger Häfen
Der Hafen Würzburg war bereits ab dem 15. Jahrhundert für die Mainschifffahrt wichtig. Um 1700 konnten mit dem Bau des „Alten Kranen“ Güter an einer befestigten Anlegestelle verladen werden. Aufgrund des gesteigerten Güterverkehrs eröffnete man 1875 den Alten Hafen. Er wurde 1940 durch den Neuen Hafen und 1958 durch den ebenfalls mainabwärts gelegenen Flusshafen ersetzt. Damit verlagerte sich das Handelszentrum immer stärker vom Stadtkern an den Stadtrand.

Inzwischen haben Bahn, LKW und Flugzeug das Transportmittel Schiff in den Hintergrund gedrängt. Andererseits verzeichnet in jüngster Zeit der Flusstourismus große Steigerungsraten. Und ab den 1990er Jahren wurde der Alte Hafen zum Kulturhafen umfunktioniert, indem man die Kohle- und Getreidespeicher durch Kultureinrichtungen wiederbelebte.