Von 1728 bis 1900 prägte eine vom Main angetriebene Schiffmühle das Ortsbild von Segnitz. Zunächst mit nur einem Wasserrad versehen, wurde sie im Jahr 1836 mit zwei Mühlrädern ausgestattet.
Schiffmühle mit Wehrturm bei Segnitz, 1900
Foto: Rudolf Schwarz
„Es rattern die Räder auf dem Main“
Schiffmühlen zum Getreidemahlen
Schiffmühlen gab es am Main unter anderem nahe Schweinfurt, in Segnitz, sowie in Unter- und Obereisenheim.

Diese Getreidemühlen waren auf flachen Schiffen montiert. Eine solche Schiffmühle konnte genau an jener Stelle im Fluss festgemacht werden, wo die beste Strömung herrschte. Die Wasserräder setzten bei jedem Wasserstand dieselbe Energie um. Zur Überwinterung brachte man die Schiffmühlen in einen Winterhafen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden Schiffmühlen zunehmend zu einem Hindernis für die Schifffahrt. Die Zeit der Schiffmühlen ging nun langsam zu Ende.