Das Ernst-Sachs-Bad in Schweinfurt wurde 1933 eröffnet. Auf einer Tafel über dem Haupteingang verkündete man den Sinn und Zweck der Einrichtung: Zur Förderung der Gesundheit. Zum Wohl und Segen der Bevölkerung. Der Eintrittspreis für 45 Minuten Badevergnügen betrug damals 0,40 Reichsmark.
Ernst-Sach-Bad von Südosten, 1934
Foto: Hans Uhlenhuth / Original: Stadtarchiv Schweinfurt
Vom Körper zur Kultur
oder: vom Schwimmbad zur Kunsthalle
1927 spendete der Industrielle Ernst Sachs der Stadt Schweinfurt 500.000 Reichsmark zur Errichtung eines Hallenschwimmbads. Ziel war die Verbesserung der hygienischen Bedingungen und die Förderung der Gesundheit seiner Arbeiter sowie aller Bürger Schweinfurts. Nach Plänen des Architekten Roderich Fick wurde das „Ernst-Sachs-Bad“ zwischen 1931 und 1933 erbaut.

Mit einer Beckenlänge von 25 Metern, Saunen, Heil- und Brausebädern war es über Jahre eines der modernsten Hallenbäder Bayerns. Viele Schweinfurter haben in „ihrem“ Bad Schwimmen gelernt und ihre Freizeit verbracht. 2005 musste das Bad aufgrund baulicher Mängel und zu hoher Kosten schließen.

Durch weitreichende Umbauarbeiten wurde das Gebäude bis 2008 in die neue „Kunsthalle“ verwandelt, in der zeitgenössische Kunst gezeigt wird.
 
Neben dem regulären Betrieb im Schwimmbecken, wurden auch Wannen- und Brausebäder, römisch-irische Bäder (Schwitzbäder), medizinische und Wasserheilbäder angeboten.
Sprungturmanlage im Ernst-Sachs-Bad, 1933
Foto: Stadtarchiv Schweinfurt