Seite 64 - EDITION Bayern : Industriekultur in Bayern

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120 JAHRE TELEFON IN KULMBACH
Die Wandapparate wurden zusehends kleiner, wie das Modell
M 99 mit Schwanenhalsmikrofon, 1899 gefertigt von der Pfron-
tener Firma H. Wetzer, zeigt. Parallel dazu wurden Tischfern-
sprechstationen entwickelt wie die Tischfernsprechstation mit
Stäbchenmikrofon der Firma F. Reiner von 1895.
Eine Besonderheit stellt das so
genannte bayerische Skelett dar,
eine ursprünglich schwedische
Entwicklung der Firma Ericsson,
welche Reiner in Lizenz herstellte.
Dieser Kanzleiapparat hat eine
Zahnradkurbel, das Läutewerk
bzw. der Wecker ist getrennt vom
Apparat untergebracht. Die frühe Ausführung (ab 1899) ist mit einem schwenkbaren Mikro-
fon versehen, das in der Folge ebenso wegfiel wie der getrennte Hörer und durch einen
Handapparat ersetzt wurde.