Seite 49 - EDITION Bayern : Industriekultur in Bayern

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INDUSTRIESTADT AUGSBURG
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Das um 1898 errichtete so genannte Fabrikschloss der Mechanischen Baumwoll-Spinnerei und
Weberei Augsburg (Werk 3 Proviantbach)
Werk 1 Altbau
Werk 3
Proviantbach
Werk 2 Rosenau
Augsburger Unternehmen 1888
Weberei am Sparrenlech/Kahn &
Arnold; 1855/65; 200 Beschäftigte
Augsburger Kammgarnspinnerei
(AKS); 1836; 1000 Beschäftigte
Neue Augsburger Kattunfabrik
(NAK); vorindustriell; 400 Beschäf-
tigte
Bleicherei, Färberei und Druckerei
Martini; 1847; 427 Beschäftigte mit
dem zweiten Betrieb in Haunstetten
Mechanische Weberei am Fichtelbach;
1846/52; 650 Beschäftigte
Maschinen- und Röhrenfabrik
Johannes Haag Augsburg; 1851;
230 Beschäftigte
Mechanische Baumwoll-Spinnerei
und Weberei Augsburg (SWA); 1837;
1400 Beschäftigte
Aktiengesellschaft Union, Vereinigte
Zündholz- und Wichsefabriken;
1882; an allen Standorten 900 Be-
schäftigte, in Augsburg etwa 300
Baumwoll-Feinspinnerei; 1851/54;
530 Beschäftigte
Papierfabrik Haindl; 1847; 650 Be-
schäftigte
Baumwollspinnerei am Stadtbach;
1851/53; 1260 Beschäftigte
Maschinenfabrik Augsburg; 1840;
1550 Beschäftigte; seit 1898 MAN
Maschinen- und Bronzewarenfabrik
L. A. Riedinger; 1856; 725 Beschäf-
tigte
Buntweberei Riedinger; 1864/65;
1200 Beschäftigte
Baumwollspinnerei Senkelbach;
1862; 315 Beschäftigte
Spinnerei Wertach, vormals Chur;
1847; 254 Beschäftigte
Wachstum. Am deutlichsten kommt dies
auf einer Fotografie aus dem Archiv der
SWA zum Ausdruck. Sie zeigt das um
1898 errichtete Werk III Proviantbach,
das so genannte Fabrikschloss, mit dem
Pferdegespann eines pflügenden Bauern
im Vordergrund. Die Fabrik stand also
nicht in der Stadt, sondern gewisserma-
ßen auf dem Land, das weiterhin land-
wirtschaftlich genutzt wurde.
In besonderer Weise prägend für dieses
AugsburgerIndustrie-quartierwurdendie
vier Werke der SWA. Werk I Altbau, 1837
bis 1840 errichtet zwischen Lechhauser
und Johannes-Haag-Straße, war lange