Seite 37 - EDITION Bayern : Industriekultur in Bayern

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INDUSTRIEKULTUR IN BAYERN
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„Im Konzert“ ist dieser Holzstich aus den „Fliegenden Blättern“ des
Jahrgangs 1897 überschrieben, der eine bürgerliche Gesellschaft in
einem Konzertsaal zeigt. Während man hier wohlerzogen den Dar-
bietungen lauscht, geht es in der Vorstadt deftiger zu. Hier muss
das Publikum schon einmal hingewiesen werden auf die Gepflogen-
heiten im Theater.
Das ländliche Idyll – als Gegenentwurf zum modernen Stadtleben
mit den auch als negativ empfundenen Seiten der Industrialisie-
rung – erfreute sich seit der Romantik großer Beliebtheit. Auf dem
„Wäscherin am Bach“ betitelten Gemälde des Münchner Land-
schaftsmalers Johann Friedrich Voltz, das nach 1849 entstanden ist,
versammeln sich Mensch – die Wäscherin mit einem kleinen Mäd-
chen sowie ein Alter, der auf der Bank ausruht – und Tier – Enten,
Ziege, Kühe, Kalb – in friedlicher Lichtstimmung.
„Milch und Butter stets frisch im Hause“ – Werbung für Ausflüge und
Urlaub in der näheren Umgebung von Nürnberg und München.