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Aschaffenburg und der bayerische Untermain Chronik - Geschichte


Ab 80   Grenzbefestigungen der Römer am Untermain. Hier diente
der Main als Limes. Römische Soldaten legten erste Steinbrüche
an für den Bau von Kastellen längs des Limes und für den
Straßenbau.
Um 260 Rückzug der Römer vom Main an den Rhein
Ab 300   Germanische Siedlungen in der Aschaffenburger
Oberstadt
Um 500   Die Franken übernahmen die Herrschaft in der Region.
869   Hochzeit der sächsischen Herzogstochter Liutgard mit dem
fränkischen König Ludwig III. in Aschaffenburg. Sie wurde 885 an
ihrem Witwensitz Aschaffenburg bestattet.
Spätestens 957   Gründung des Stifts St. Peter und Alexander
durch Herzog Otto von Schwaben und Bayern, dem Enkel
Ottos des Großen
975   Baubeginn der Stiftskirche St. Peter und Alexander in
Aschaffenburg
982   Beisetzung Herzog Ottos von Schwaben und Bayern.
Seine Besitztümer am Untermain gingen spätestens in diesem
Jahr an das Erzbistum Mainz über. Sie blieben bis 1814 bei
Kurmainz bzw. seinen Nachfolgestaaten.
11. /12. Jahrhundert   Errichtung zahlreicher kleiner Burgen
im Spessart. Mainz setzte seinen Anspruch auf das Waldgebiet
durch.
1161   Aschaffenburg erhielt das Stadtrecht.
1226   Errichtung der Mildenburg über dem Miltenberger
„Schnatterloch“
13. Jahrhundert   Die Glasproduktion im Spessart erreichte
gewaltige Ausmaße.
1220   Bau der Johannisburg, des Vorläuferbaus des heutigen
Schlosses
1291   Errichtung des „Templerhauses“ in Amorbach als ältestes
Fachwerkhaus Bayerns
1367 Gewährung eines Jahrmarktes in Miltenberg durch kaiserlichen
Erlass
15. Jahrhundert Die Frammersbacher Fuhrleute, unter anderem
tätig im Auftrag der Fugger bis Venedig und Amsterdam, zählten zu den bedeutendsten Fuhrunternehmern in Europa.
Um 1510/15   „Beweinung des Leichnams Christi unter dem
Kreuz“ aus der Werkstatt von Tilman Riemenschneider (heute in
St. Peter und Paul, Dettingen)
1525   Aschaffenburg verlor wegen seiner Beteiligung am Bauernkrieg
Privilegien.
1541   Unter Kardinal Albrecht von Brandenburg war Matthias
Grünewald in Aschaffenburg tätig.
1569   Vollendung des Schlosses Mespelbrunn unter Peter Echter
von Mespelbrunn
16. /17. Jahrhundert   Blütezeit des Fachwerks in Miltenberg
1590   Errichtung des Miltenberger Gasthauses „Zum Riesen“ in
seiner heutigen Form
1605–1618   Bau des Schlosses Johannisburg unter Johann
Schweikart von Kronberg, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, nach Entwürfen des Straßburger Architekten Georg Ridinger. Die in Aschaffenburg bestehende Burg mit Anfängen aus dem 10. Jahrhundert war in den Markgräflerkriegen 1552 abgebrannt.
1611   Erstmals fürstlicher Weinbau am Untermain. Die Klöster am
Untermain betrieben den regionalen Weinbau wohl bereits im
12. Jahrhundert.
1631   Durchzug des Schwedenkönigs Gustav Adolf durch Aschaffenburg, schwedische Verwaltung bis 1634
1681   Errichtung des Stadtpalais „Schönborner Hof“ in Aschaffenburg (heute Stadtarchiv und Naturwissenschaftliches Museum)
1774–1802   Blütezeit unter Kurfürst Friedrich Carl von Erthal.
Aschaffenburg erhielt klassizistische Bauwerke und Gartenanlagen im englischen Stil.
1792–1794   Verlust von Mainz an Frankreich. Aschaffenburg
wurde Residenz des Mainzer Erzstifts, 1803 des Fürstentums
Aschaffenburg, 1806 des Primatialstaats des Rheinischen Bundes, 1810 des Großherzogtums Frankfurt. Regent war Carl Theodor von Dalberg.
1804–1814   Dalberg stattete die Stadt mit Bildungseinrichtungen
aus: Universität, Priesterseminar, Forstlehranstalt, Musikschule und Kunstschule für Architektur und Zeichnen, Theater.
1810   Johann Daniel Knode legte den Grundstein für die Buntpapierindustrie in Aschaffenburg.
1814   Aschaffenburg fiel an das Königreich Bayern,
Kronprinz Ludwig hielt sich fortan oft in der Stadt auf.
1840–1850   Errichtung des Pompejanums
1845   Eröffnung des Bahnhofs und der Strecke Würzburg—Frankfurt
Ab 1868   Schneider Johann Desch begründete im Aschaffenburger
Raum Konfektionsherrenbekleidung im Verlagssystem.
1872   Gründung der Firma Caspar Winterhelt in Miltenberg. Um
1900 war die Steinindustrie zwischen Kreuzwertheim und der
hessischen Grenze mit 130 Betrieben und über 1700 Beschäftigten einer der führenden Wirtschaftszweige.
1880   Der expressionistische Maler Ernst Ludwig Kirchner wurde
in Aschaffenburg geboren.
1907   Die „Güldner Motorengesellschaft“ von Carl v. Linde und
Hugo Güldner siedelte von München nach Aschaffenburg um
(heute„Linde Material Handling“).
1908   Die „Buntpapier AG Aschaffenburg“ der Familie Dessauer
war mit 750 Arbeitern das größte Unternehmen seiner Art.
1922/23   Mit dem Bau der Dettinger Pfarrkirche St. Peter und Paul
entstand eine der ersten Kirchen der Moderne in Deutschland.
1942   Christian Schad (1894 –1982), Vertreter der Neuen Sachlichkeit, siedelte nach Aschaffenburg über, später nach Keilberg.
1945   Schloss Johannisburg, Pompejanum und weite Teile der
Stadt erlitten große Schäden durch Bombardement.
1957   Gründung von „Reis Robotics“, Hersteller von Industrie- und
Anlagenrobotern
1958   Errichtung des Aschaffenburger Rathauses in Form eines
Kubus
1998   Erste vollautomatische Solarzellenproduktion in Alzenau
1992   Abzug der US-Truppen aus Aschaffenburg und Beginn der
Konversion ehemaliger Militär- und später auch des Bahngeländes
2000   Gründung der Hochschule Aschaffenburg
2006   Umgestaltung des Aschaffenburger Theaterplatzes
2009   Eröffnung der Stiftsschatz-Ausstellung im Stiftsmuseum
2011   Eröffnung des Museums in Miltenberg unter dem Namen
„Museum.Burg.Miltenberg“: religiöse Kunst und Ikonensammlung
der Diözese Würzburg
2011   Einweihung des ICE-Bahnhofneubaus
2011   Wiedereröffnung des klassizistischen Stadttheaters
     
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