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Münchner Originale


Den „Münchner Originalen“ widmete Karl Valentin in seiner Volkssänger-Ausstellung 1927 ein eigenes Kapitel. Aber auch Hannes König hat ihnen in seiner Konzeption des Valentin- Musäums 1959 einen Bereich eingeräumt und in der neuen Volkssänger-Ausstellung des Valentin-Karlstadt-Musäums sind in einem Guckkasten die „Münchner Originale“ zu sehen.



  Kohlrabiapostel

Der Maler Diefenbach, aufgrund seiner Ernährungsweise „Kohlrabiapostel“ genannt, predigte auf den Straßen naturgemäße Lebensweise. Mit Berta von Suttner und Mark Twain hielt er in Wien den ersten Friedenskongress der Geschichte ab.
     
  Gummimensch

Heinrich Haag, der Gummimensch
     
  Schlüsselfrau

Die Schlüsselfrau Tekla Foag betrieb in der Blumenstraße 14 ein Schlüsselfachgeschäft mit einem schier nicht endenwollenden Angebot an Schlüsseln.
     
  Hofbräuhaus-Lenbach

Der Hofbräuhaus-Lenbach zeichnete die Besucher des Hofbräuhauses und ernährte sich von ihren Speiseresten.
     
  Hofnarr

Prangerl, der letzte Münchner Hofnarr, ging einmal am helllichten Tag mit einer Laterne durch die Stadt und bat die Leute, ihm beim Suchen nach seinem Verstand zu helfen, den er verloren habe.
     
  Finessensepperl

Der Finessensepperl war diskreter Übermittler prekärer Botschaften, speziell in Liebesdingen. Neugierigen Fragern antwortete er stets mit: „Nix G’wiß woas ma net.“
     
  Rahmerl-Mo

Der Rahmerl-Mo, einst der erste Konditor Münchens, dem Schnaps verfallen, fristete sein Dasein, indem er in den Wirtshäusern Bilderrahmen zum Kauf anbot.
     
  Trambahnpfeiferl

Das Trambahnpfeiferl, der Hobby-Trambahner Ignaz Lumberger, dirigierte zur Freude der Passanten am Gasteigbergerl die an- und abfahrenden Trambahnen mit seinem Pfeiferl.
     
  Taubenweiberl

Therese Schedlbauer, das legendäre Taubenweiberl
     
  Grimassenschneider

Karl Schwach, der Grimassenschneider
     
  Herkules

Steyrer Hans, der bayerische Herkules, Metzger und Wirt in Obergiesing, führte 1879 den Einzug der Wiesn-Wirte am Oktoberfest ein – eine Tradition, die sich bis heute erhalten hat.
     
  Reklamemensch

Hans Held, der Reklamemensch
     
  Brezengeneral

Brezengeneral nannten die Münchner den Brezenverkäufer Hoffmann wegen seiner Fantasieuniformen, die alle Varianten von Brezen zierten.
     
  Kuckucksmann

Der Kuckucksmann Karl Neher machte mit einem Kuckuckspfeiferl auf sich aufmerksam.
     
  Bartfrau

Die Bartfrau Maria Baier sah ein: Rasieren ist zwecklos. Ein polizeilicher Ausweis schützte sie vor Verhaftungen, da man in ihr immer wieder einen Mann in Frauenkleidern vermutete.
     
  Väterchen Timofej

Der in den 1940er-Jahren als Flüchtling nach München gekommene Russe Väterchen Timofej baute aus Kriegsschutt eine Unterkunft und ein Kirchlein am Oberwiesenfeld, dem späteren Olympiagelände. Mit Unterstützung der Münchner trotzte er den Planungen und das Olympiagelände musste weiter nördlich errichtet werden. Er lebte als Eremit und wurde 110 Jahre alt.
     
  Blasius, der Spaziergänger

Sigi Sommer (rechts), hier im Gespräch mit Hannes König, dem Gründer des Valentin-Karlstadt-Musäums, schrieb 40 Jahre lang in der Münchner Abendzeitung die Kolumne „Blasius, der Spaziergänger“ – ein Lesevergnügen für jeden Münchner.
     
  Schichtl

Im Schichtl-Theater auf dem Oktoberfest wird seit 1869 als Höhepunkt jeder Vorstellung ein Zuschauer auf die Bühne gebeten und durch ein Fallbeil geköpft. Ringo, Henker beim Schichtl und Künstler, schreitet zur Tat, wenn es heißt: „Auf geht’s beim Schichtl!“
     
  Nachtigall von Ramersdorf

Die Nachtigall von Ramersdorf, Fritz Steinhauer (rechts), war die Diva unter den Münchner Wirtshaussängern der 1970er-Jahre. „ … im Vergleich zu ihm waren andere Originale nur Bausparer“, befand der Kabarettist Georg Ringsgwandl.
     
  Petra Perle

Petra Perle, ein Münchner Kindl,
am Viktualienmarkt aufgewachsen,
seit 2004 im Musäum Wirtin
des Turmstüberls, sorgt dortselbst
souverän fürs Kulinarische.
     
     
     
     
     
     
     
     
     

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