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Garmisch-Partenkirchen und Werdenfelser Land - Geschichte


15 v. Chr.   Der römische Ausbau eines alten Handelsweges durch das Tal von Norden her in Richtung Brenner führte zur Gründung der Straßenstation „Partanum“, aus der das spätere Partenkirchen hervorging.
802 Die Siedlung „Germareskavve“ ist in einer Freisinger Urkunde belegt. Aus ihr ging das spätere Garmisch hervor.
807   Farchant wird in einer Freisinger Urkunde wegen einer Streitsache zwischen Graf Irminher aus dem Tiroler Inntal und Bischof Atto von Freising erstmals erwähnt.
1096/98   Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Mittenwald als „in media silva“.
ca. 1180   Ein Güterverzeichnis des Hochstifts Freising führt Besitzungen in Garmisch und Mittenwald auf. Krün wurde als „geruen“ im Jahr 1294 mit zwei zum Kloster Benediktbeuern gehörenden „vaccariae“ (Schwaigen) erstmals urkundlich erwähnt.
1249   Der Freisinger Bischof Conrad erwarb von Schweiker von Mindelberg, einem welfischen Ministerialen, das „Predium Garmisch“, also das ganze Gebiet des späteren Untergerichts Garmisch zwischen Eibsee und Farchant mit allen darin liegenden Siedlungen.
1294   Bischof Enicho von Freising erwarb „die Grafschaft zu Partenkirchen und Mittenwald“ vom Grafen Berchtold von Eschenlohe.
1295   Der erste freisingische Richter in der Grafschaft ist mit Hertwicus Ecker bezeugt.
1303   Partenkirchen und Mittenwald erlangten vermutlich in diesem Jahr das Marktrecht.
1305   Im Freisinger Urbarbuch (Grund- und Besitzbuch) ist der Ort Grainau in diesem Jahr erstmalig erwähnt.
1316   Erste Nennung eines Pflegers („procurator“) als obersten Amtsträger des Hochstifts Freising in der Grafschaft Werdenfels.
1419   Bergbau in Werdenfels erstmals belegt.
1487   Die venezianischen Kaufleute verlegten ihren Markt von Bozen nach Mittenwald. Er blieb hier bis 1679.
1491   benötigte das Kloster Benediktbeuern wegen eines Klosterbrandes im Vorjahr erhebliche Mittel für den Wiederaufbau. Deshalb veräußerte es die Siedlungen Krün und Wallgau an das Hochstift Freising.
1589–1592 Mehr als 50 der Hexerei beschuldigte Personen wurden auf der Burg Werdenfels inhaftiert. Sie alle starben auf dem Scheiterhaufen. Im 17. Jahrhundert galt die Bevölkerung von Werdenfels als die ärmste des Hochstifts Freising.
1685 Matthias Klotz begründet in Mittenwald den Geigenbau.
1766   Ein Vertrag zwischen Tirol und Freising regelte endgültig den südlichen Grenzverlauf der Grafschaft.
1802   Im Zuge der Säkularisierung fiel das gesamte Gebiet des Hochstifts Freising an das Kurfürstentum Bayern. Die Besetzung von Werdenfels durch bayerische Truppen und die bayerische Inbesitznahme bedeuteten das Ende der über 500-jährigen bischöflichen Herrschaft über die Grafschaft. In den folgenden Jahren entstand das Bayerische Landgericht Werdenfels.
1820   stand mit dem Vermessungsingenieur Leutnant Josef Naus vielleicht nicht das erste Mal überhaupt, aber das erste Mal eine namentlich bekannte Person auf dem Gipfel der Zugspitze. Der hochstiftische Pfleger bestätigte aber schon 1801, der „Zugspitz“ sei „für sehr geübte Steiger steigbar“.
1853   bestieg die erste Frau die höchste Erhebung des Wettersteins: Karoline Pitzner, Förstersfrau aus Partenkirchen.
1858   Die auf Anregung des bayerischen Königs Max II. gegründete Geigenbauschule nahm ihren Betrieb auf.
1869   beauftragte König Ludwig II. den Baumeister Joseph Röhrer mit dem Bau eines Schweizerhauses auf der Schachenalpe. 1872 wurde das „Königshaus“ fertig gestellt.
1900   Einweihung der Königlich Bayerischen Meteorologischen Hochstation Zugspitze, der heutigen Wetterwarte Zugspitze.
1928–1931   Errichtung der Bayerischen Zugspitzbahn als Zahnradbahn von Garmisch aus. Bei den Bauarbeiten verloren zehn Menschen ihr Leben.
1934   Nachdem das Olympische Komitee 1933 die Winterspiele 1936 an die beiden Orte Garmisch und Partenkirchen vergeben hatte, wurden neue Sportstätten, wie das Eisstadion und die Skisprungschanze, erbaut und bestehende, wie die Bobbahn, erweitert.
1935   Die Olympischen Winterspiele 1936 waren der Anlass zu der von den nationalsozialistischen Machthabern erzwungenen Vereinigung der beiden benachbarten Orte zu einer Marktgemeinde am 1.1.1935.
1936   Vom 6.2. bis 16.2. fanden in Garmisch-Partenkirchen die IV. Olympischen Winterspiele statt.
1938   wurden die letzten jüdischen Bürger aus der Gemeinde vertrieben.
1949   Richard Strauss starb in seinem Landhaus. Er ist auf dem Friedhof von Garmisch-Partenkirchen beigesetzt.
1963   Eröffnung der Eibseeseilbahn.
1978   Garmisch-Partenkirchen war erstmals Austragungsort einer Ski-WM. 2011 findet dieses sportliche Großereignis erneut hier statt.
2009   München bewarb sich mit den beiden oberbayerischen Tourismuszentren Königsee und Garmisch-Partenkirchen für die XXIII. Olympischen Winterspiele. Im Werdenfelser Land sollen die Entscheidungen in den Schneesportarten stattfinden.
     
     
     
     
     

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