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Ein schöner
Tag im Allgäu Warum haben wir eigentlich in der Schule nie das Allgäu durchgenommen? Weder in Heimat- und Sachkunde noch in Deutsch, wo man es tatsächlich vorzog jedes Kind seine Turntasche beschreiben zu lassen. Ich hätte mir zumindest gewünscht, dass Herr Rättich (Namen sind hier frei erfunden), dass selbiger Lehrer Rättich eines Morgens leichtfüßig ins Klassenzimmer hereingestürmt wäre und mit vor Heimatliebe glasigen Augen verkündet hätte: „Guata morga liabe Kindr, heut schreib‘ mer einen Aufsatz über ‘s Allgäu! – ‚Ein schöner Tag im Allgäu’!“ ... |
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„Flecklesteppich“
des Alten Reichs Hoher Besuch hatte sich gleich nach den Pfingsttagen in Memmingen angekündigt. Am 22. Mai 1494 zog Kaiser Maximilian, von Kempten her kommend, mit großem Gepränge in der Stadt ein. In seiner Begleitung befanden sich nicht nur seine junge Frau, die Mailänderin Bianca Maria Sforza, sondern auch ein überaus zahlreiches Gefolge. Für die Reichsstadt war Maximilians Visite eine logistische Herausforderung: Rund 1600 Pferde mussten versorgt werden, für den Kaiser und seine Begleitung waren standesgemäße Unterkünfte bereitzustellen, desgleichen für die Gesandten aus Frankreich, Spanien, Neapel und Savoyen, die das Reichsoberhaupt hier aufsuchten. ... |
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Eine Fürstin
bekommt kein Trinkgeld Den Tag, an dem sie nur knapp ein Trinkgeld verpasste, hat Angela Fürstin Fugger von Glött nicht vergessen. Einmal mehr hatte die Schlossherrin selbst eine Führung im Zedernsaal von Schloss Kirchheim gegeben, der zufriedene Besucher hatte schon den Geldbeutel in der Hand, als ein eben eintreffender Bekannter durch den Saal rief: „Grüß Gott, Fürstin Fugger“. Nichts war es mehr mit dem Trinkgeld, erinnert sich die 73- jährige lächelnd. So wenig bekannt wie Besuchern das Gesicht der Fürstin Fugger ist, so wenig bekannt ist auch die Fülle der Bauten und Kunstschätze, die Nachkommen der aus Augsburg ... |
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Mindelheim
- Stadt der starken Frauen Am liebsten nähere ich mich der alten Stadt, meiner Wahlheimat, aus Richtung Landsberg kommend über die alte B 18, jene ehemalige Salzstraße, die Heinrich der Löwe in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von München zum Bodensee anlegen ließ. Wenn sich dann der enge Wald öffnet, liegt im breiten Mindeltal – etwas an den westlichen Höhenzug gerückt – die immer noch turmreiche, mittelalterlich geprägte Stadt Mindelheim. Letztlich war diese Salzstraße ausschlaggebend für die Gründung einer neuen Stadt etwas abseits einer bereits bestehenden alemannischen Siedlung gleichen Namens. ... |
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Häuser,
Dörfer und Kulturlandschaft In fast gespenstisch anmutender Stille und zugleich in unglaublichem Tempo verändert sich seit einigen Jahren das Bild der hiesigen Landschaft, der Dörfer und der Häuser. Die Maisfelder breiten sich immer weiter aus und wenn die Äcker bis an den Straßenrand reichen, fährt man durch gleichförmige „Biomasse“ und vermisst den Blick über abwechslungsreiche Wiesen und Weiden. Und von den Dächern der Häuser grüßen grell blitzend die Solarmodule ... |
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Memmingen |
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