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Unterallgäu und Memmingen


Das Allgäu ist landschaftlich relativ klar definiert. Wie lässt es sich aber heute fassen, nachdem es teilweise zum Freistaat Bayern, teilweise zu Baden-Württemberg gehört? Wirken die alten historischen Verbindungen und Gemeinsamkeiten über die Staatsgrenzen hinweg? Oder sind neue Regionen entstanden? Um diese Frage zu beantworten, braucht man einen längeren Atem. Wir versuchen uns zunächst über die modernen Einheiten der Landkreise anzunähern. Der Landkreis Unterallgäu ist einer von drei Landkreisen, die die Landschaftsbezeichnung Allgäu im Namen tragen. Mit dem Landkreis Lindau bilden sie den südlichen Teil des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben. Die Landkreise Ober-, Ost- und Unterallgäu umschließen jeweils das Gebiet einer kreisfreien Stadt. Diese Struktur ist eine Reminiszenz an die kleinteiligen Herrschaftsräume früherer Jahrhunderte; bei den drei Zentralorten handelt es sich um die früheren
Reichsstädte Kempten, Kaufbeuren und Memmingen. Dass sie nicht zusammen einem Landkreis zugeschlagen wurden, war wohl auch dem lange gewachsenen städtischen Selbstbewusstsein geschuldet. Der Frage, inwiefern lebendige Traditionslinien von der Reichsstadt Memmingen und ihrem Stadtraum zum Landkreis Unterallgäu mit dem Zentralort Mindelheim führen oder die Gebietsreform von 1972 einen unüberbrückbaren Einschnitt mit einer zukunftsfähigen Neuschöpfung bildete, gehen wir in diesem Heft nach.




Themenschwerpunkte


  Ein schöner Tag im Allgäu

Warum haben wir eigentlich in der Schule nie das Allgäu durchgenommen? Weder in Heimat- und Sachkunde noch in Deutsch, wo man es tatsächlich vorzog jedes Kind seine Turntasche beschreiben zu lassen. Ich hätte mir zumindest gewünscht, dass Herr Rättich (Namen sind hier frei erfunden), dass selbiger Lehrer Rättich eines Morgens leichtfüßig ins Klassenzimmer hereingestürmt wäre und mit vor Heimatliebe glasigen Augen verkündet hätte: „Guata morga liabe Kindr, heut schreib‘ mer einen Aufsatz über ‘s Allgäu! – ‚Ein schöner Tag im Allgäu’!“ ...
     
  „Flecklesteppich“ des Alten Reichs

Hoher Besuch hatte sich gleich nach den Pfingsttagen in Memmingen angekündigt. Am 22. Mai 1494 zog Kaiser Maximilian, von Kempten her kommend, mit großem Gepränge in der Stadt ein. In seiner Begleitung befanden sich nicht nur seine junge Frau, die Mailänderin Bianca Maria Sforza, sondern auch ein überaus zahlreiches Gefolge. Für die Reichsstadt war Maximilians Visite eine logistische Herausforderung: Rund 1600 Pferde mussten versorgt werden, für den Kaiser und seine Begleitung waren standesgemäße Unterkünfte bereitzustellen, desgleichen für die Gesandten aus Frankreich, Spanien, Neapel und Savoyen, die das Reichsoberhaupt hier aufsuchten. ...
     
  Eine Fürstin bekommt kein Trinkgeld

Den Tag, an dem sie nur knapp ein Trinkgeld verpasste, hat Angela Fürstin Fugger von Glött nicht vergessen. Einmal mehr hatte die Schlossherrin selbst eine Führung im Zedernsaal von Schloss Kirchheim gegeben, der zufriedene Besucher hatte schon den Geldbeutel in der Hand, als ein eben eintreffender Bekannter durch den Saal rief: „Grüß Gott, Fürstin Fugger“. Nichts war es mehr mit dem Trinkgeld, erinnert sich die 73- jährige lächelnd. So wenig bekannt wie Besuchern das Gesicht der Fürstin Fugger ist, so wenig bekannt ist auch die Fülle der Bauten und Kunstschätze, die Nachkommen der aus Augsburg ...
     
  Mindelheim - Stadt der starken Frauen

Am liebsten nähere ich mich der alten Stadt, meiner Wahlheimat, aus Richtung Landsberg kommend über die alte B 18, jene ehemalige Salzstraße, die Heinrich der Löwe in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von München zum Bodensee anlegen ließ. Wenn sich dann der enge Wald öffnet, liegt im breiten Mindeltal – etwas an den westlichen Höhenzug gerückt – die immer noch turmreiche, mittelalterlich geprägte Stadt Mindelheim. Letztlich war diese Salzstraße ausschlaggebend für die Gründung einer neuen Stadt etwas abseits einer bereits bestehenden alemannischen Siedlung gleichen Namens. ...
     
  Häuser, Dörfer und Kulturlandschaft

In fast gespenstisch anmutender Stille und zugleich in unglaublichem Tempo verändert sich seit einigen Jahren das Bild der hiesigen Landschaft, der Dörfer und der Häuser. Die Maisfelder breiten sich immer weiter aus und wenn die Äcker bis an den Straßenrand reichen, fährt man durch gleichförmige „Biomasse“ und vermisst den Blick über abwechslungsreiche Wiesen und Weiden. Und von den Dächern der Häuser grüßen grell blitzend die Solarmodule ...
     
     
 

Memmingen

Die Überseeunternehmungen der Vöhlin-Welser-Gesellschaft
DieRreformation
Die „Zwölf Bauernartikel“
Memmingen im Dreißigjährigen Krieg
Der Fischertag in Memmingen
Die Fayencemanufaktur Künersberg
Der alte Friedhof in Memmingen
Der Musengasthof des „Memminger Mozart“
Kunst und Künstler in Memminger Museen
Die „Memminger Meile“ ...

     
     
     
     
     

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Ausgabe 03 - Unterallgäu und Memmingen
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