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Haßberge


Die Haßberge liegen so ziemlich in der geografischen Mitte Deutschlands, nahe den großen Verkehrsströmen. Doch wer hier über Land fährt, der erlebt eine kleinteilige (aber nicht kleinkarierte) Welt; fast in jedem Städtchen oder Dorf eine Burg, ein Schloss, bisweilen katholische, bisweilen evangelische Kirchen, manchmal Synagogen – die kostbare Erbschaft aus der fernen Vergangenheit des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Denn gerade in den Haßbergen fanden sich besonders viele kleine Länder nebeneinander: die katholischen Hochstifte Würzburg und Bamberg, die coburgische Enklave Königsberg und die typischen Herrschaften der Reichsritter.

So etwas prägt. Wer inmitten eines großen Flächenlandes lebte, für den musste der König oder Kurfürst eine kaum hinterfragbare Autorität sein. Wer aber täglich erlebte, dass die weltliche Herrschaft (und auch die Konfession) nur zwei Kilometer weiter ganz andere Loyalitäten verlangt, der konnte sich eine natürliche Skepsis gegenüber der Obrigkeit vorbehalten. Diese stille Skepsis haben sich die Bewohner der Region Haßberge bis heute bewahrt. Seit der napoleonischen Zeit gehört der Großteil der Region zu Bayern – aber München ist fast gleich weit entfernt wie Berlin. Und wenn eine „von oben“ verordnete Gebietsreform die Gemüter bewegte wie in den 1970er-Jahren, dann entfalteten die Unterfranken hartnäckig und erfolgreich geradezu revolutionäre Energie. Es ist ein eigenes Land, sehens- und genießenswert, und doch vielen Menschen – auch in Bayern – unbekannt. Gerade darum war es dem Haus der Bayerischen Geschichte ein Anliegen, bereits Band 2 der EDITION BAYERN dieser Grenzregion Bayerns zu Hessen und Thüringen zu widmen.




Themenschwerpunkte


  natur erleben
im landkreis haßberge


Maintal - Haßbergtrauf - Weisach-, Baunach- und Itzaue - Waldwiesentäler der Haßberge - Aussichtspunkte - Wandern - Steinbrüche - Naturdenkmäler - Fließgewässer ...
     
  schlösserreichtum in den haßbergen
der ritterkanton baunach


Das wohl markanteste Bauwerk der Kreisstadt Haßfurt ist die aus dem 15. Jahrhundert stammende Marienkapelle in der oberen Vorstadt. Bekannter ist sie allerdings unter dem Namen Ritterkapelle, den sie in erster Linie dem ihren Chor krönenden dreireihigen Wappenfries verdankt. ...
     
  der hexenwahn in zeil

Die Hexenverfolgung gilt als eines der dunkelsten Kapitel der Zeiler Stadtgeschichte. Doch die Stadt verdrängt diese Verirrung nicht, denn sie weiß: Die Zeiler waren Täter und Opfer zugleich. Die ersten Spuren des Hexenwahns lassen sich 1606 nachweisen. In diesem Jahr wurden die Ehefrauen zweier Bürger aus dem nahen Zell verhört. Die eigentliche Hexenverfolgung begann 1616 ...
     
  grenzöffnung
1989


Die Wiedervereinigung hatte schon im Jahr 1989 ihre Schatten vorausgeworfen, als sich im Sommer die Bevölkerung in der ehemaligen DDR unruhig zeigte. Bei einem Besuch im Frühjahr 1989 in der damaligen Deutschen Demokratischen Republik wurde ich von einer Gruppe Jugendlicher aus Thüringen gefragt, ob die Bundesdeutschen sie zurückschicken würden, wenn sie Republikflucht begehen ...
     
  jüdisches leben

Eng mit dem Ritterkanton an der Baunach verbunden waren die dörflichen jüdischen Gemeinden, die sich im Gebiet des heutigen Landkreises Haßberge in großer Dichte fanden. Im Zuge der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von den Fürstbischöfen Friedrich von Wirsberg und Julius Echter angestrebten völligen Vertreibung der Juden aus dem Hochstift Würzburg gewährten viele Adelige den Ausgewiesenen Schutz in ihren reichsunmittelbaren Besitzungen ...
     
     
     
     
     

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