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Kaufering-S�d

(Lkr. Landsberg a. Lech, Regierungsbezirk Oberbayern): KZ-Friedhof. linie

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Zur Lage s. „Kaufering-Nord“. Auch diese Gedenkst�tte mit einer niedrigen massiven Mauer ist park�hnlich angelegt. Vom Eingangstor mit zwei Davidsternen fährt ein Weg zum – 1987 geschändeten - Gedenkstein mit der Inschrift: „Durch Nacht und Grauen / Davids Stern hat euch gefährt zu Gott / dem Herrn / Hier ruhen ungezählte OPFER des KZ-Lagers Kaufering". Links des Gedenksteins stehen drei Grabsteine, rechts zwei weitere.
Am 26. April 1987, dem Jom ha-Shoa (Shoa-Gedenktag), verwüsteten Rechtsradikale den kleinen Friedhof für Opfer des früheren KZ Kaufering. Sie beschmierten Grabsteine und W�nde mit roten SS-Runen und Hakenkreuzen. Neben anderen Naziparolen hinterlieŸen die Täter Grabsteine mit der Aufschrift „Juden vergasen“. Sie warfen zwei Steine um und beschädigten sie schwer, einen derart schwer, dass er ersetzt werden musste. Für die Tat gab sich eine „Deutsch-nationalsozialistische Front“ zu erkennen. Ein Anrufer bei der Deutschen Presseagentur (DPA) sprach von einem Anschlag und stellte ihn in Zusammenhang mit Rudolf Hess her, der im Spandauer Zuchthaus seinen 93. Geburtstag feierte; falls man Hess nicht umgehend entlasse, seien weitere Aktionen geplant.

Literatur: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern 26 (Mai/Juni 1987), S. 9; Werner, Constanze (Bearb.): KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten in Bayern. „Wenn das neue Geschlecht erkennt, was das alte verschuldet …", Regensburg 2011 [allgemein zum Thema sowie Dokumentation der in der Zuständigkeit der Bayerischen Schlösserverwaltung stehenden KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten]

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