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Neustädtles

(Gemeinde Nordheim vor der Rhön, Lkr. Rhön-Grabfeld, Regierungsbezirk Unterfranken)linie

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Lage: Anhöhe im Wald zwischen Willmars und Neustädtles.

Größe: 4780 qm; dreieckige Grundfläche.

Alter: 16./17. Jahrhundert; einer Urkunde von 1736 zufolge war es der Gemeinde Nordheim-Hausen gestattet, ihre Toten gegen eine jährliche Gebühr von vier Gulden auf dem Friedhof beizusetzen. Die ältesten Aufzeichnungen in den Friedhofregistern reichen lediglich bis 1783 zurück. In Neustädtles selbst existierte keine Jüdische Gemeinde.

Einzugsbereich: Haselbach, Hausen, Nordheim, Oberelsbach-Weisbach, Oberwaldbehrungen (bis 1890) und Willmars.

Beerdigungen: Im kleineren neuen Teil sind ca. 113 Grabsteine in zehn Reihen erhalten, im sehr großer alten Teil annähernd 1300 Gräber, darunter viele Kohanim-Gräber. Die letzte Bestattung fand 1938 statt.

Schändungen: 1926 wurde viele Grabsteine umgeworfen und teilweise zerstört; 1987 Verwüstung entweder durch einen Sturm oder in antisemitischer Absicht. Im September 2008 geriet der Friedhof wegen des Plans eines Landwirts, in unmittelbarer Nähe einen Schweinestall zu erbauen, in die Schlagzeilen der Presse.

Literatur: Main-Post 64 Jg., Nr. 208, Samstag, 6. September 2008, S. 7; Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens, S. 94-95; Trüger, Michael: Jüdische Friedhöfe in Bayern (11) [Ullstadt-Sugenheim, Harburg, Neustädtles, Bad Königshofen]. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern 10, Nr. 68 (Dezember 1995), S. 15-17, hier S. 16-17; Werner, Constanze (Bearb.): KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten in Bayern. „Wenn das neue Geschlecht erkennt, was das alte verschuldet …", Regensburg 2011 [allgemein zum Thema sowie Dokumentation der in der Zuständigkeit der Bayerischen Schlösserverwaltung stehenden KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten]

> vollständig zitierte Buchtitel finden Sie hier