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München

(Regierungsbezirk Oberbayern): Alter Friedhoflinie

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Lage: Stadtteil Thalkirchen im Süden an der Thalkirchner Straße.

Größe: Hohe massive Mauer mit einer Gesamtlänge von 575 Metern rund um den Friedhof.

Alter: Einweihung am 24. März 1816. Zuvor wurden die Verstorbenen in Kriegshaber beigesetzt. Die Kosten für den Erwerb des Grundstücks und für den Bau des Tahara-Hauses beliefen sich auf 12.000 Gulden. Erweiterungen 1854, 1871 und 1881.

Beerdigungen: Der älteste Grabstein stammt aus dem Jahr 1816. Der Friedhof ist in mehrere Abteilungen eingeteilt; ca. 6000 Grabsteine sind vorhanden, darunter die bedeutender Rabbiner, Künstler und Prominenter; mehrere Soldatengräber. Leo von Klenze entwarf das Grabmal des Dramatikers Michael Beer (gest. 1833), des Bruders des Komponisten Giacomo Meyerbeer. Bestattungen finden bis zum heutigen Tag statt.

Besonderheiten: Erstes Tahara-Haus von 1816, neues Leichenhaus von 1892 mit Tahara- und Begräbnisraum sowie Wohnung des Friedhofswärters.

Schändungen: 1980.

Literatur: Harburger, Theodor: Ein Gang durch Münchens jüdische Friedhöfe. In: Bayerische Israelitische Gemeinde-Zeitung Jg. 8 (1932), S. 129-132; Harburger 3, S. 606-615; Schubsky, Karl W.: Jüdische Friedhöfe. In: Selig, Wolfram: Synagogen und Jüdische Friedhöfe in München. München 1988, S. 149-188; Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens, S. 315; Werner, Constanze (Bearb.): KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten in Bayern. „Wenn das neue Geschlecht erkennt, was das alte verschuldet …", Regensburg 2011 [allgemein zum Thema sowie Dokumentation der in der Zuständigkeit der Bayerischen Schlösserverwaltung stehenden KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten]

> vollständig zitierte Buchtitel finden Sie hier