.
 

Trennlinie 01

 

 

 

Trennlinie 06

Jüdische Friedhöfe > Detailansicht > Cham
[ zurück ]
IAJGS pages
linie
Cham
(Lkr. Cham, Regierungsbezirk Oberpfalz)linie

linie

Lage: Zwischen der Stadt Cham und dem Ortsteil Windischbergerdorf an der rechten Seite der ehemaligen Bundesstraße 20 inmitten von Wiesen und Feldern.

Größe: 1659 qm; massive Steinmauer rund um den Friedhof; sehr schönes schmiedeeisernes Tor.

Alter: 1894.

Beerdigungen: Sechs Gräberreihen; rechts vom Eingang zahlreiche Kindergräber. An der Steinmauer gegenüber dem Eingang sind drei Gedenktafeln für gefallene, bzw. vermisste Gemeindemitglieder aus dem Ersten Weltkrieg eingelassen. Die Inschrift einer der granitenen Gedenksteine lautet: „Im Dienste des Vaterlandes starb in Nordfrankreich (Comines) auf dem Felde der Ehre am 16. November 1914 Max Kirschner, geb. am 28. Juni 1888, ein Sohn unserer isr. Kultusgemeinde Cham. Sein Andenken lebt ruhmvoll bei uns weiter“. Relativ viele Grabsteine stammen aus der Zeit nach 1945.

Besonderheiten: 1903 Errichtung eines Tahara-Hauses. Seit 1897 war im Ort eine Chewra Kaddischa für Frauen tätig.

Literatur: Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens, S. 272-273; Trüger, Michael: Jüdische Friedhöfe in Bayern (23) [Cham, Kleinbardorf, Sulzbürg, Hagenbach]. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern 14, Nr. 80 (September 1999), S. 18-20, hier S. 18; Werner, Constanze (Bearb.): KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten in Bayern. „Wenn das neue Geschlecht erkennt, was das alte verschuldet …", Regensburg 2011 [allgemein zum Thema sowie Dokumentation der in der Zuständigkeit der Bayerischen Schlösserverwaltung stehenden KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten]

> vollständig zitierte Buchtitel finden Sie hier