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fol. 2v/3r: "Zum Erstenn wirdt ewer liebe vnnd andacht getzeigt eyne Rosze, gemacht vonn golde, Bysem, Balsam vnnd Edelnn gesteynenn"

Als erstes Reliquiar zeigt der Aschaffenburger Codex eine goldene Rose mit Edelsteinen, Perlen und Email. Wohlriechende Duftstoffe wie Moschus und Balsam waren wahrscheinlich in den Blüten eingeschlossen, aus deren weißen Herzstücken je ein blauer oder roter tropfenförmiger Stein herabhängt. Die Rose war ein Ehrengeschenk, das der Papst einmal im Jahr an eine Person überreichen ließ, die sich um den christlichen Glauben besonders verdient gemacht hatte. Die Rose, die eine nicht näher bezeichnete Heiligenreliquie enthielt, wurde am 6. Juni 1520 an Kardinal Albrecht von Brandenburg verliehen, die Überreichung fand am 25. Oktober 1520 statt.

(Halm/Berliner I, 1)
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