Gespalten; vorne die bayerischen Rauten, hinten in Silber auf grünem Dreiberg ein roter Zinnenturm mit Spitzdach und offenem Tor
Wappengeschichte
Günzburg gehörte spätestens ab 1274 zum Herrschaftsgebiet der Markgrafschaft Burgau und blieb dort bis 1805. Seit dem 17. Jahrhundert war sie deren Hauptort. Die Erhebung zur Stadt erfolgte nach 1307. In den älteren Siegeln vom frühen 15. Jahrhundert bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zeigt das Wappen im geteilten Schild vorne in Silber den roten, zinnengekrönten Turm mit Spitzdach, der auf die Befestigung und den Ortsnamen hinweist. Hinten erscheint der österreichische Bindenschild (in Rot ein silberner Balken). Beide Schildhälften werden 1717 im Siegel vertauscht. 1812 wurde der Bindenschild als Erinnerung an die frühere Territorialzugehörigkeit entfernt und durch die bayerischen Rauten ersetzt. Günzburg war im Gegensatz zu anderen Gemeinden damit einverstanden. Andere Orte wehrten sich gegen derartige Wappenänderungen und forderten ihre alten Hoheitszeichen wieder zurück.
Wappendaten
Wappenführung seit
15. Jahrhundert
Rechtsgrundlage
Durch Siegelbild seit dem 15. Jahrhundert belegt
Änderung
Vom frühen 15. Jahrhundert bis 1812 anstelle der Rauten der österreichische Bindenschild