In Blau über zwei gekreuzten silbernen Rodungsbeilen an goldenen Stielen ein goldenes Tatzenkreuz.
Wappengeschichte
Die Gemeinde Adelsried besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Adelsried, Kruichen und Engelshof. Die Bischöfe von Augsburg besaßen im heutigen Gemeindegebiet einen Forsthof. Von dort entwickelte sich durch Rodung im 11. Jahrhundert die Siedlung "Adelhartesried". Daran erinnern die beiden Rodungsbeile. Bis Anfang des 14. Jahrhunderts war der Ort mit Patronatsrecht, Vogtei und Dorfgericht in den Händen der Knöringer, einem burgauischen Dienstmannengeschlecht. 1309 erwarb das Augustiner-Chorherrenstift Heilig-Kreuz aus Augsburg von Eglof Schrag, einem Seitenzweig der Knöringer, in Adelsried mehrere Güter und Rechte, darunter auch den Kirchensatz. 1312 ging auch die Pfarrkirche an das Stift über. Das Stift vermehrte seinen Besitz im Gemeindegebiet im Lauf der Jahre durch Kauf und Tausch, auch die zur heutigen Gemeinde zählenden Orte Engelshof und Kruichen gehörten seit dem 15. Jahrhundert zum Stift Heilig-Kreuz. Von 1621 bis zur Säkularisation 1803 war das Stift alleiniger Grundherr in diesem Gebiet. Das Stiftswappen - goldenes Tatzenkreuz im blauen Schild - erinnert an diese enge Verbindung des Stifts zum Gemeindegebiet.
Wappendaten
Wappenführung seit
1965
Rechtsgrundlage
Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Innenministeriums
Beleg
Ministerialentschließung vom 15.10.1965
Literatur, Archivalien, Links
* Korhammer, Hermann: Gemeindewappen des Landkreises Augsburg, Augsburg 1965, S. 26-27
* Jahn, Joachim: Augsburg Land (Historischer Atlas von Bayern, Schwaben 11), München 1984, S. 74, 361-364
* Der Heimatfreund. Beilage der Augsburger Allgemeinen für heimatliches Leben aus alter und neuer Zeit, 1952, S. 4