Geteilt von Blau und Silber; oben nebeneinander drei durchgehende, senkrecht stehende silberne Rauten, unten ein durchgehendes schwarzes Tatzenkreuz.
Wappengeschichte
Die silbernen Rauten im Gemeindewappen sind dem Wappen der Marschälle von Schiltberg entnommen. Sie erinnern an das bedeutende Ortsadelgeschlecht, das zum engsten Kreis der herzoglich bayerischen Ministerialen des 12. und 13. Jahrhunderts zählt. Die Familie hatte Besitzungen in der näheren und weiteren Umgebung, sie reichten bis ins Oberinntal, auch die Burg Peissenberg zählte dazu. Der Ort Schiltberg bildete seinerzeit einen Herrschaftsmittelpunkt dieses ausgedehnten Besitzkomplexes. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg betete die Gemeinde noch im Totengedenken jeden Sonntag für Graf Berchtold von Schiltberg. Das Tatzenkreuz stellt die zur Gemeinde gehörende Deutschordens-Kommende Blumenthal dar. Die Herren von Schiltberg standen dem Orden sehr nahe und bedachten ihn mit großzügigen Schenkungen. Die Feldfarben Silber und Blau erinnern an die bayerische Landesherrschaft.
Wappendaten
Wappenführung seit
1970
Rechtsgrundlage
Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Innenministeriums
Beleg
Ministerialentschließung vom 29.05.1970
Elemente
aus Familienwappen
Marschälle von Schiltberg
Literatur, Archivalien, Links
* Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1971, S. 48
* Der Altlandkreis Aichach, hg. Fritz Mayer, Rudolf Wagner, Aichach 1979, S. 384-393
* Diepolder, Gertrud: Das Landgericht Aichach (Historischer Atlas von Bayern, Altbayern 2), München 1950, S. 1, 4