In Gold eine silberne Zinnenmauer, belegt mit einer aufsteigenden schwarzen Spitze, in der ein silbernes, golden begrifftes Hunnenschwert erscheint.
Wappengeschichte
Der erste Entwurf sah einen schräg geteilten Schild vor, vorne in Silber ein Panier mit den bayerischen Rauten und dem alten Grafschaftswappen der Ilsung, hinten in Blau auf grünem Berg eine Burgruine, die auf die einstige Burg des Grafengeschlechts hinweisen sollte. König Ludwig I. lehnte diesen Entwurf ab und verlieh 1838 das Wappen in seiner jetzigen Form. Die Zinnenmauer weist auf die Welfenburg in Mering hin. Mering war einst Mittelpunkt der Welfenherrschaft. Nach dem Tod von König Konradin 1268 ging das Hausgut Mering in den Besitz der bayerischen Herzöge über. Die Burg wurde Sitz eines herzoglichen Richters und Urbaramtes. Das "Hunnenschwert weist auf den Fund eines Schwertes im Gemeindegebiet hin, der 1808 für großes Aufsehen sorgte. Es weist zudem auf das Lager, das Kaiser Otto I. nach der Schlacht am Lechfeld im Jahr 955 im Gemeindegebiet aufgeschlagen hatte, sowie auf die in diesem Zusammenhang stehenden Ungarneinfälle hin. Die Ausrichtung des Schwertes änderte sich mehrmals, seit 1979 zeigt die Spitze wieder nach unten. Mering ist seit 1912 Markt.
Wappendaten
Wappenführung seit
1838
Rechtsgrundlage
Verleihung durch König Ludwig I.
Beleg
Signat vom 29.03.1838
Literatur, Archivalien, Links
* Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 17
* Der Landkreis Friedberg, Friedberg 1967, S. 365
* Hiereth, Sebastian: Die Landgerichte Friedberg und Mering (Historischer Atlas von Bayern, Schwaben 1), München 1952, S. 5
* Stadler, Klemens/Zollhoefer, Friedrich: Wappen der schwäbischen Gemeinden, Kempten 1952, S. 81, 188-189
* Knittel, Franz: Das Meringer Wappen. Mering 1988, o. S.
* Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Akten des Staatsministeirums des Innern, MInn 41119 fol. 42