In Rot über grünem Dreiberg eine silberne Zinnenmauer, die mit einem gespaltenen Schild belegt ist; darin vorne in Gold ein halber, rot gezungter schwarzer Adler am Spalt, hinten fünfmal schräg geteilt von Rot und Silber; darüber ein wachsender, doppelschwänziger, golden gekrönter und blau bewehrter silberner Löwe.
Wappengeschichte
König Karl IV. verlieh 1371 Gräfenberg das Stadtrecht. Aus den Jahren 1437 und 1463 sind Siegelabdrucke überliefert. Sie zeigen den Schild der Nürnberger Patrizierfamilie Haller, die seit 1333 die Herrschaft im Ort innehatten. Im 16. Jahrhundert erwarb die Reichsstadt Nürnberg Gräfenberg. Seit 1561 erscheint das Wappen in seiner heutigen Form. Der Löwe ist das böhmische Wappentier und weist auf die Lehenshoheit zur Zeit der Stadtrechtsverleihung. Die Mauer versinnbildlicht den Charakter als Stadt. Der Berg steht redend für den Ortsnamen. Der kleine Schild ist das Wappen der Reichsstadt Nürnberg. Nach 1819 verschwand es vorübergehend aus dem Wappen.
Wappendaten
Wappenführung seit
15. Jahrhundert
Rechtsgrundlage
Durch Siegelführung seit 1437 belegt
Änderung
Nach 1819 fällt der kleine Schild der Reichsstadt Nürnberg weg
Ehemalige Gemeinden
mit eigenem Wappen
Thuisbrunn
Elemente
aus Familienwappen
Haller
Literatur, Archivalien, Links
* Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 4, Bremen 1965, S. 62
* Stadler, Klemens/Egloffstein, Albrecht von und zu: Die Wappen der oberfränkischen Landkreise, Städte, Märkte und Gemeinden (Die Plassenburg, Schriften für Heimatforschung und Kulturpflege in Ostfranken 48), Kulmbach 1990, S. 209
* Bayerisches Städtebuch, hg. Erich Keyser, Heinz Stoob, Stuttgart 1971, Bd. 1, S. 222-224
* Schaub, Hans: Die Wappen des Landkreises Forchheim, Bd. 1. Forchheim 1984, o. S.
* Schöler, Eugen: Fränkische Wappen erzählen Geschichte und Geschichten (Beiträge zur Genealogie, Heraldik, Kultur und Geschichte 1). Neustadt a.d.Aisch 1992, S. 149, 150
* Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, hg. Karl Bosl, Bd. 7, 3. Aufl., Stuttgart 1981, S. 244
* Bog, Ingomar: Forchheim (Historischer Atlas von Bayern, Franken 5), München 1955, S. 17
* Reitzenstein, Wolf-Armin von: Lexikon bayerischer Ortsnamen, München 1991 (2. Aufl.), S. 162