Gespalten; vorne die bayerischen Rauten, hinten in Silber ein aufsteigender roter Panter.
Wappengeschichte
Die weißen und blauen Rauten symbolisieren die wittelsbachische Herrschaft über den größten Teil des heutigen Niederbayern seit dem 13. Jahrhundert. Sie standen schon im Wappen der Herzöge von Niederbayern-Landshut und weisen, wie im bayerischen Staatswappen, allgemein auf Altbayern hin. Im Bezirkswappen unterstreichen sie die Position des Bezirks als Gebietskörperschaft im Freistaat Bayern. Der Panter ist das Wappentier aus dem Siegel der 1248 ausgestorbenen pfalzgräflichen Linie der spanheimischen Grafen von Kraiburg-Ortenburg, die seit dem 12. Jahrhundert in Altbayern, vor allem im Vils- und Rottal, an der unteren Isar und an der Donau bei Vilshofen, reich begütert waren. Der rote Panter steht später für die niederbayerischen, der blaue Panter für die oberbayerischen Besitzungen der Familie. Die Rauten gehen zurück auf die Grafen von Bogen, einem im heutigen nordöstlichen Niederbayern reich begüterten Dynastengeschlecht, mit dessen Erbe 1242 das Rautenwappen an die Wittelsbacher Herzöge gelangte. Die Wittelsbacher waren seit 1260 auch Herrschaftsnachfolger der Grafen von Kraiburg-Ortenburg und führten deren Wappentier, den Panter, als Nebenwappen weiter. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Schaffung von Wappen für die damaligen Kreise im Gespräch. Otto Hupps Entwurf von 1904/05 sah für Niederbayern schon das heutige Wappen vor, jedoch mit blauem, rot gezungtem Panter. Sein Entwurf wurde zwar 1912 als Kreiswappen veröffentlicht, es erlangte aber keine amtliche Gültigkeit.
Wappendaten
Wappenführung seit
1957
Rechtsgrundlage
Beschluss des Bezirkstags und Zustimmung des Staatsministeriums des Innern
Beleg
Ministerialentschließung vom 24.09.1957
Elemente
aus Familienwappen
von Bogen, von Kraiburg-Ortenburg, Wittelsbacher
Fahne
Rot-Weiß mit aufgelegtem Wappen Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten
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