Fürst und Adel in Franken
Zwischen Glanz- und Fluchtwelten
Mit- und Gegenspieler


Saalansicht
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Zwischen Glanz und Fluchtwelten: Fürstliche Repräsentation


Von einem glanzvollen Leben im Brennpunkt der Öffentlichkeit künden die von den Markgrafen überkommenen Gegenstände.

Der schöne Schein repräsentativer Objekte und Bilder spiegelt aber eher den sorgsam aufrechterhaltenen Anspruch als die alltägliche Realität fürstlichen Lebens. Der Glanz der Majestät, den der Fürst zur Schau stellen sollte, war häufig nur eine Fassade.

Fürstliches Leben war eine Darstellung auf der Bühne, dessen Regeln bestimmt waren von Zeremoniell und Etikette. Das Rollenspiel reichte von der Wiege bis zur Bahre. Der Fürst war nicht Privatperson, sondern öffentlich, das personifizierte Symbol "seines" Staates. Das Schicksal des Staates hing vom Bestand der Dynastie ab. Ehe und Fortpflanzung waren daher Regentenpflicht. Bündnispolitische Zwänge bei der Wahl des Ehepartners, Rangverschiedenheit und Fragen des Erbrechts belasteten viele fürstliche Ehen bis zum Zerreißen.

Die Ehen der Töchter König Friedrich Wilhelms I. von Preußen mit den Markgrafen von Ansbach und Bayreuth (1729/1731) bieten Musterbeispiele für solche Schwierigkeiten. Als souveräne Reichsfürsten wollten beide Markgrafen nicht zu Lakaien der preußischen Interessen werden. Der zur Sicherung des Bayreuther Erbes für Ansbach geschlossene Vertrag von 1752 wurde schließlich zur Rechtsgrundlage für die preußische Herrschaft in Franken. Ob die durch Geburt zugewiesene Rolle mit Bravour gespielt wurde, hing von der jeweiligen Persönlichkeit ab. Nur ausnahmsweise waren die Fürsten eigensinnig genug, ihr Leben durch private Interessen wie die Kunstpflege oder die Falkenjagd prägen zu lassen.

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