Die Kappel – Wallfahrtskirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit bei Waldsassen

Der Kappel sieht man schon beim Herankommen das Ungewöhnliche an. Auf dem 628 m hohen, kahlen Glasberg befindet sich seit dem 12. Jahrhundert eine kleine Dreifaltigkeits-Kapelle. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die Zahl der Wallfahrer zur Kappel so groß, dass die Zisterzienser des 3 km entfernten Klosters Waldsassen beschlossen die Kirche zu vergrößern. Dieser Neubau sollte Symbol der Göttlichen Dreifaltigkeit sein. Keinem Geringeren als dem in Prag wirkenden Georg Dientzenhofer (1643–1689) hat man diese Aufgabe anvertraut. Sein origineller Entwurf, der in allen Teilen auf der Zahl drei beruht, wurde von 1685 bis 1689 realisiert. Alles an dem Rundbau ist angeordnet um ein gleichseitiges Dreieck: Der Grundriss aus den Schnittstellen dreier kleeblattförmig angeordneter Kreise ist durch drei Rundtürme betont und von einem dreipassförmigen Umgang umschlossen. Georg Dientzenhofer hat übrigens auch zur Finanzierung des Baus beigetragen, indem er lediglich ein gewöhnliches Gesellengehalt bezog.


Die Kappel bei Waldsassen.
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