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Revolutionen finden sich in der deutschen Geschichte nur selten. Bayern wartet allerdings mit einer Revolution auf, die zu den spannendsten Kapiteln der deutschen Geschichte gehört: die Revolution der Jahre 1918/19.

Als erstes deutsches Land stürzte Bayern am 7. November 1918 seine Monarchie. Mit dem Ausruf des Freistaats Bayern durch Kurt Eisner, den Vorsitzenden des Ministerrats, war der Weg zur Demokratie beschritten. Der am 12. Januar 1919 gewählte Landtag sollte über eine neue Verfassung beraten.

Nach der Ermordung Kurt Eisners im Februar 1919 brach der Kampf um die politische Gestaltung erneut aus: Bayern wurde zum Experimentierfeld politischer Utopien. Der Landtag und die Regierung Hoffmann wichen in das ruhigere Bamberg aus, während Intellektuelle und Schriftsteller wie Erich Mühsam, Gustav Landauer und Ernst Toller am 7. April 1919 die erste „Baierische Räterepublik“ gründeten. Bereits nach einer Woche wurde diese von der kommunistischen Räterepublik abgelöst.

Was folgte, war ein Bürgerkrieg, in dem die Räterepublik blutig niedergeschlagen wurde. Von einer Hochburg der Roten wandelte sich Bayern innerhalb weniger Monate zur „Ordnungszelle“ des Reichs und zum Sammelbecken nationalistischer, rechtsextremer Gruppierungen. Noch lange wirkte die antirevolutionäre Propaganda nach und prägte das Bild der Revolution und ihrer Akteure.