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Die Plakate werfen ein Schlaglicht auf Demokratie und Verfassung in Bayern und dienen somit als Einladung, sich vertiefter mit diesen Themen zu beschäftigen. Folgende Projektideen sind denkbar:

  • Die Schüler vertiefen in arbeitsteiliger Gruppenarbeit die auf Plakat 2 abgedruckten Meilensteine der bayerischen Verfassungsgeschichte. Zur Recherche können folgende HdBG-Portale von den Schülern herangezogen werden: „Königreich Bayern 1806-1918“, „Revolution! Bayern 1918/19“,  „Geschichte des Bayerischen Parlamentarismus seit 1819“ sowie „200 Jahre Verfassungsstaat“. Das Portal „Königreich“ beschäftigt sich mit der bayerischen Geschichte von 1806 bis 1918, wobei die politische Geschichte ebenso beleuchtet wird wie die Entwicklung in Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst und Wissenschaft. Im Portal „Revolution“ können sich die Schüler über den Verlauf der Revolution von 1918/1919 an den zahlreichen Schauplätzen in Bayern informieren. Das Parlamentarismus-Portal zeichnet die Geschichte des Bayerischen Parlaments seit 1819 nach und ermöglicht eine nach verschiedenen Kriterien gegliederte Recherche von Abgeordneten, Wahlergebnissen und Gesetzgebungsprojekten. Auf Grundlage der Rechercheergebnisse erstellen die einzelnen Gruppen Plakate, die im Klassenzimmer ergänzend zu den gelieferten Plakaten aufgehängt werden.
  • Zum Jubiläumsjahr 2018 ist ein Bürgergutachten geplant, an dem sich die Bürger sowohl in Präsenzveranstaltungen in den bayerischen Regierungsbezirken als auch in einer sechswöchigen Online-Phase beteiligen können. (s. Plakat 5). Dabei sind die Teilnehmer dazu aufgerufen, Handlungsvorschläge für die Politik zu formulieren. In einem Projekt im Sozialkundeunterricht können die Schüler sich ab dem 27.12. für sechs Wochen an der digitalen Bürgerkonferenz mit eigenen Ideen und Vorschlägen beteiligen und so unmittelbar Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung erfahren. Dazu vertiefen sie zunächst die auf den Plakaten angesprochenen Themenfelder Migration, Wirtschaft und Stellung Bayerns in Europa durch eine Internetrecherche. Sie identifizieren Problemfelder, diskutieren Lösungsansätze und stellen anschließend ihre Handlungsvorschläge für die Politik auf der digitalen Bürgerkonferenz ein.
  • Die Schüler informieren sich mit Hilfe der Plakatreihe über die Rolle Bayerns in der EU. Sie recherchieren im Internet weitere Informationen zum Stellenwert der EU für Bayern, sowohl hinsichtlich der rechtlichen Rahmenbedingungen als auch der Möglichkeiten Bayerns, Einfluss auf die Europapolitik zu nehmen. Zur Information können den Schülern die Seiten der bayerischen Vertretung in Brüssel, Informationen des Bayerischen Landtags und des Europäischen Ausschusses der Regionen an die Hand gegeben werden. Anschließend diskutieren die Schüler Chancen und Risiken eines „Europas der Regionen“.
  • Die Schüler analysieren die Plakatserie auf sprachliche und grafische Gestaltungsmittel. Dazu eignet sich ein Gruppenpuzzle, bei dem die Schüler zunächst in Expertengruppen je ein Plakat untersuchen, bevor in den Stammgruppen die Ergebnisse präsentiert werden und so ein Gesamtbild entsteht. Je nach Alter und Leistungsstärke der Schüler empfehlen sich gegebenenfalls Leitfragen zur Farbgestaltung, zur Atmosphäre der Fotos und zur sprachlichen Gestaltung des Slogans und der Texte.
  • Die Schüler informieren sich auf den Plakaten über die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bayern seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Zur Vertiefung ziehen sie den prognos-Zukunftsatlas 2016 zu Rate, der in einer interaktiven Grafik ein Ranking aller Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands vornimmt und die Zukunftschancen der einzelnen Regionen bewertet. Die Schüler suchen auf der Karte ihre Region und vergleichen sie mit solchen, die ein besseres oder schlechteres Ranking erzielt haben. Davon ausgehend recherchieren sie, welche Faktoren dazu beitragen, ob eine Region boomt oder nicht, und überlegen, wie die Politik schwächere Regionen stärken kann.