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Ausstellungen Aktuell
Heimat des Konfuzius - Wunderland Shandong

Mit der Aufstellung einer überlebensgroßen Konfuzius-Statue im Münchner Dichter-Garten und der Eröffnung der Foto-Ausstellung „Wunderland Shandong“ wurden die anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Partnerschaft Bayern - Shandong in München veranstalteten Shandong-Wochen am 9. Juli eröffnet.

Der chinesische Staatslehrer und Philosoph Konfuzius ist uns in Bayern in seiner Physiognomie wohl bekannt: In München begegnet er in Gesellschaft von Cicero und Sokrates – wenngleich dies bisher kaum Bewusst war. In seiner Eröffnungsrede zur Ausstellung hat der stv. Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Michael Henker, die Gelegenheit gefunden, auf diese schöne Verbindung hinzuweisen: Über den Arkadenbögen der Prunkfassade des Maximilianeums in München befinden sich 22 lorbeerumkränzte Marmorbüsten, die einzige fernöstliche Persönlichkeit unter ihnen ist Konfuzius, der als fünfter von links zwischen Cicero und Sokrates auf München herabblickt. Die von dem in Rom tätigen Münchner Bildhauer Peter Schöpf aus Carrara-Marmor geschaffene Büste des Konfuzius steht in der Reihe der „Wohltäter, Erfinder, Weisen, Literaten, Staatsmänner und Feldherren“, mit denen König Maximilian II. die von ihm gestiftete Elitebildungsanstalt, das Maximilianeum, ausstatten ließ.

Im 19. Jahrhundert waren dem gebildeten Bayern also Konfuzius und China nicht gänzlich unbekannt, die Kontakte nach China aber sind zahlreicher und weisen weiter zurück. Beispiele dafür sind die berühmten Seidenstoffe, die im Mittelalter über die Karawanenstraßen und das Mittelmeer von China nach Europa kamen und hier zu kostbaren Gewändern verarbeitet wurden. Heute noch bewundern kann man den „Sternenmantel“ Kaiser Heinrichs II. im Diözesanmuseum Bamberg. Seit dem 17. Jahrhundert wirkten Missionare aus Bayern in China und kamen mit Berichten über Wissenschaft, Religion, Gesellschaft des fernen Reichs zurück. Bekannt ist natürlich das chinesische Porzellan, das reiche Bürger, Adelige und auch das bayerische Herrscherhaus sammelte. Schließlich brachte die deutsche Kolonialherrschaft über Teile Chinas bayerisches Militär dorthin und das berühmte Tsingdao-Bier geht wohl auf die Aktivitäten bayerischer Brauer in dieser Epoche zurück.

Die Ausstellung nun führt in die Gegenwart der Heimat des Konfuzius. 122 großformatige Fotografien von Hou Heliang zeigen die beeindruckende landschaftliche Vielfalt der Partner-Provinz Shandong, geben Einblick in Geschichte, Brauchtum und Tradition, aber auch in die Gegenwart des „Wunderlandes Shandong“. Ergänzt werden die Fotos von Erzeugnissen der Volkskunst wie Miniaturdrachen, Masken der Peking-Oper, mit Brandmalerei verzierte Flaschenkürbisse und anderes mehr. Kalligrafie, Scherenschnitt und Brandmalerei führen drei Kunsthandwerker aus China vor.

Das Veranstaltungsprogramm finden Sie auf der Website der Stiftung ex oriente. Und wenn Sie unsere „Geschichte Bayerns“ in Chinesisch lesen möchten, klicken Sie hier!

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