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Header der Website zur Landesausstellung
Ausprobieren, Selbermachen und Erleben in der Landesausstellung

Gehirnjogging für Ritter
Wappen waren in der Schlacht von ungeheuer großer Bedeutung. Die durch Rüstung und Helm geschützten Ritter trugen sie als Erkennungszeichen. Nur so war gewährleistet, dass man nicht aus Versehen statt dem Feind den Freund vom Pferd holte. Ritter mussten sich also möglichst viele Wappen und die Namen ihrer Träger merken. Besucher können dies in einer Spielecke nachempfinden und bei einem Wappen-Memory den bayerischen Adel besser kennenlernen. (Auf der Website des HdBG können Sie übrigens auch Memory spielen, und zwar mit über 2000 verschiedenen bayerischen Gemeindewappen.)

Von Puder, Parfüm und Perücken
Adelige trugen in der Barockzeit prachtvolle Kleider und beeindruckten durch ihre imposanten Perücken. Wer wollte da nicht auch einmal in die Rolle der Reichen und Schönen schlüpfen? Doch kaum jemand macht sich Gedanken darüber, ob das wirklich so erstrebenswert ist. Die Menschen rührten nämlich damals kaum Wasser an, weil es als gefährlich galt. Gewaschen hat man sich also nicht sehr oft und nicht sehr gründlich.
Besucher erleben in der Ausstellung, was alles zur adeligen Morgentoilette gehörte. Probieren Sie, welche Perücke Ihnen am besten steht, pudern Sie sich das Haar und suchen Sie sich ein passendes Plätzchen für Ihr Schönheitspflaster. Vergessen Sie aber nicht die Flohfalle, denn das kleine Ungeziefer hat dem ungewaschenen Adel das Leben schwer gemacht. Am Schluss besteht für alle Besucher die Möglichkeit, das Ergebnis ihrer Morgentoilette fotografisch festzuhalten.

Der Adelstitel - ein guter Fischzug
Nach der Französischen Revolution änderte sich die Zusammensetzung des bayerischen Adels grundlegend. Nun konnten auch verdiente Bürger durch die Verleihung des bayerischen Verdienstordens adelig werden und durften sich "Ritter von" nennen. Wenn die Besucher sich besonders ins Zeug legen, müssen auch sie nicht ohne Titel die Ausstellung verlassen. Aus einem großen Becken gilt es, den damaligen bayerischen Verdienstorden zu fischen, der dann auch als kleines Souvenir mit nach Hause genommen werden darf.

Gesellschaftlicher Absturz
Adelsgeschlechter haben oft über mehrere Generationen hinweg für den gesellschaftlichen Aufstieg gekämpft. Finanzielle Schwierigkeiten, Niederlagen bei kriegerischen Auseinandersetzungen oder gesellschaftliche Skandale machten diese Bemühungen aber oft innerhalb kürzester Zeit zunichte. In Hohenaschau ist es Ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass der hart erkämpfte gesellschaftliche Aufstieg nicht in einer Katastrophe endet. Nehmen Sie sich die Zeit und bewahren Sie die Ihnen anvertrauten Burgfräulein und Ritter vor dem tiefen Fall.

Kleider machen Leute
Kleidung war in allen Zeitepochen ein wichtiges Statussymbol. Adelige hoben sich durch ihre wertvollen Roben allein schon äußerlich von der Masse der Menschen ab. Prunk und Pracht waren aber nicht die einzigen Merkmale, die den Rang eines Menschen innerhalb der Gesellschaft verdeutlichten. Genauso wie heute war es wichtig, immer dem neuesten Modetrend zu folgen. Dabei ließ man sich auch von Modetorheiten nicht abschrecken. Besucher haben in Hohenaschau Gelegenheit, die schlimmsten Modesünden der Vergangenheit am eigenen Leib zu testen. Probieren Sie einmal, mit einem Reifrock durch eine schmale Tür zu kommen oder spüren Sie, wie Ihnen eine starre Halskrause jede Kopfbewegung erschwert!
Für Männer übrigens gibt es im Kleiderschrank der Landesausstellung die "falschen Waden" - ein modisches Muss! Denn nur mit diesem Hilfsmittel ist sicherzustellen, dass man auch das passende formschöne Bein zu den eleganten Kniehosen präsentieren kann.